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OBERHELFENSCHWIL: Ein Fest vom Dorf fürs Dorf

Lastwagenfahrer aus der Region haben ihre Fahrzeuge herausgeputzt und sie voller Stolz einem breiten Publikum gezeigt. Aus der früheren sonntäglichen Chilbi ist eine Trucker Chilbi geworden, die von Freitag bis Sonntag dauert
Beatrice Bollhalder
Im Zentrum der Trucker Chilbi standen natürlich Lastwagen, die von den Chauffeuren geschmückt worden waren. (Bilder: Beatrice Bollhalder)

Im Zentrum der Trucker Chilbi standen natürlich Lastwagen, die von den Chauffeuren geschmückt worden waren. (Bilder: Beatrice Bollhalder)

Beatrice Bollhalder

redaktion@toggenburgmedien.ch

Die Chilbi gehört seit Jahrzehnten zu Oberhelfenschwil. Aber sie ist nicht mehr wie in früheren Jahren. Eine Seniorin, die am Samstag über das Festgelände schlenderte, erinnerte sich an vergangene Feste. Es habe damals viel mehr für die Kinder gehabt, beispielsweise eine «Reitschule» oder die Autobahn, auf die man sich jeweils gefreut habe, meinte sie. Der Frau wird aber gleichzeitig bewusst, dass heute den Kindern das ganze Jahr über mehr geboten wird. «Heute fährt man ja schon mit Kindergartenkindern in Vergnügungsparks», sinniert sie. Sie findet es aber toll, dass ein junges Organisationskomitee nun die Fäden in der Hand hat und Neues ausprobiert. Auch wenn sie selber mit den ausgestellten Lastwagen nicht viel anfangen kann, freut es sie, dass der Anlass wieder mehr Leben ins Dorf bringt.

Vieles blieb, einiges ist neu

Geblieben vom traditionellen Oberhelfenschwiler Anlass ist, dass sich fast alle Dorfvereine an der Chilbi engagieren. Der Zusammenhalt sei riesig, freut sich OK-Präsident Matthias Zwyssig. Es solle ja auch ein Fest für alle sein. Die Feldschützen organisieren wie seit Jahrzehnten an diesem Wochenende ihr Chilbi-schiessen. Ein Karussell für die Kleinsten und zahlreiche Marktstände gehören immer noch dazu. Ein Marktfahrer versprach sogar Entspannung. In seiner Auslage gab es eine Salbe oder einen Spray gegen fast jedes Wehwehchen. Die jüngeren Kinder hatten an einem Malwettbewerb mitgemacht, bei dem Trucks zu zeichnen waren. Die grösseren versuchten die gestellten Quizfragen zu lösen, in denen unter anderem die Frage auftauchte, wie gross das Festzelt sei oder wie der amtierende Gemeindepräsident heisse. Während sich die einen im Harassenstapeln versuchten, probierten andere, den Gegner mit einem gezielten Ballwurf vom Balken zu bugsieren. Die neunjährige Gabriela hat indessen die Möglichkeit genutzt, Pralinen herzustellen und ist nun bereits im Besitz eines Geschenkes für ihre Gotte. Stolz waren auch jene Kinder, die beim Päcklifischen etwas fangen konnten.

Die Erwachsenen versuchten derweil, ein Schattenplätzchen zu erhaschen. Denn schliesslich wollte man am Abend noch fit sein, wenn die «Fäschtbänkler» zum Tanz aufspielten. Man versprach sich von der Band aus dem Rheintal einiges. Die Lastwagenchauffeure der Region – es waren aber auch solche aus Freiburg und Luzern dabei – stellten natürlich ihr Arbeitsfahrzeug in den Mittelpunkt der Gespräche.

«Wer in Oberhelfenschwil wohnt oder hier aufgewachsen ist, nimmt an der Chilbi teil», erklärte Zwyssig. Klar, dass am Samstagabend das Festzelt voll war, schliesslich hatte der OK-Präsident bereits vor zwei Jahren die «Fäschtbänkler» gebucht. «Bei diesen Temperaturen kann die Musik auch ausserhalb des Festzeltes genossen werden», meint Zwyssig. Aus seiner Tätigkeit als Betriebsleiter ist Matthias Zwyssig darauf bedacht, dass dieser Anlass nicht nur ein tolles Fest für alle werden soll, sondern auch unter dem Strich etwas für die rund 15 mitmachenden Vereine herausschauen soll. Mit dem Erlös werden zuerst die Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder beglichen, der Rest unter die Anzahl Vereinsstunden aufgeteilt.

Am Sonntagmorgen konnte sich jeder am Jodlerbrunch stärken und anschliessend Blasmusikklänge beim Frühschoppenkonzert der Musikgesellschaft Oberhelfenschwil geniessen. Etwas später gab auch eine Line Dance-Gruppe eine Vorstellung ihres Könnens. Selbst wer sich fürs Schwingen interessiert, musste nicht auf den Chilbibesuch verzichten, denn auf einer Grossleinwand wurde das Unspunnen in Interlaken gezeigt.

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