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OBERHELFENSCHWIL: Der Entscheid zur Senkung des Steuerfusses war richtig

Die Bürger nahmen am Montagabend die Rechnung 2017 der Politischen Gemeinde ab. Sie schliesst positiv ab. Im weiteren wurde der Weg in die Zukunft angesprochen.
Sabine Schmid
Die Gemeinde Oberhelfenschwil steht finanziell auf gesunden Beinen, 2017 resultierte einmal mehr ein Ertragsüberschuss. (Bild: Ralph Ribi)

Die Gemeinde Oberhelfenschwil steht finanziell auf gesunden Beinen, 2017 resultierte einmal mehr ein Ertragsüberschuss. (Bild: Ralph Ribi)

Bereits im Herbst zeichnete sich ab, dass die Rechnung der Gemeinde Oberhelfenschwil mit einem Ertragsüberschuss abschliessen würde. Entsprechend konnte der Steuerfuss um 8 Prozentpunkte gesenkt werden. Am Montagabend präsentierte Gemeindepräsident Toni Hässig an der Bürgerversammlung die Rechnung 2017. Fast 998'000 Franken standen am Schluss als Ertragsüberschuss da. Dieses Geld wird dem Eigenkapital zugewiesen, das damit auf über 1,7 Millionen Franken anwächst.


Zwei Drittel für die Bildung ausgegeben

Toni Hässig erläuterte den 84 anwesenden Stimmbürgern die einzelnen Mehreinnahmen und Minderausgaben. Rund die Hälfte der Einnahmen kommen aus Steuern und Abgaben. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern wurde ziemlich genau budgetiert, bei den Handänderungssteuern wurde mehr eingenommen. Ein Drittel der Einnahmen der Gemeinde stammt aus den vier Finanzausgleichsgefässen. Die übrigen Einnahmen werden von verschiedenen Quellen generiert.

Bei den Ausgaben ist die Bildung mit 66 Prozent der weitaus grösste Posten. Weniger Ausgaben gab es bei den Löhnen und Entschädigungen für die Verwaltung und den Gemeinderat. Deutlich unter dem Voranschlag liegen auch die effektiv getätigten Ausgaben im Sozialbereich. Negativ auf die Rechnung geschlagen haben sich die Schneefälle im vergangenen April und im Dezember, so dass der Aufwand beim Winterdienst über dem Budget liegt.

Ebenfalls grösser als angenommen ist der Defizitbetrag an das Hallenbad Bütschwil ausgefallen. Toni Hässig begründete dies mit der Erstellung einer Sanierungsstudie und einer Potenzialanalyse zur Strategieentwicklung. «Das vorliegende Ergebnis zeigt, dass der Entscheid zur Senkung des Steuerfusses richtig war und weiterer Spielraum vorhanden ist, sofern der Kanton die Bedingungen belässt wie sie sind», sagte Toni Hässig. Er ist überzeugt, dass ein guter Jahresabschluss eine finanzielle Sicherheit schaffe und in den nächsten Jahren eine gute Entwicklung ermögliche. Nach der Klärung einer Verständnisfrage eines Bürgers wurde die Rechnung einstimmig genehmigt.


Erneute Diskussion um die Zukunft der Gemeinde

Toni Hässig, Gemeindepräsident Oberhelfenschwil. (Bild: PD)

Toni Hässig, Gemeindepräsident Oberhelfenschwil. (Bild: PD)

Unter der allgemeinen Umfrage regte Toni Hässig eine Diskussion um mögliche Strukturkorrekturen der Gemeinden an. Der Neckertaler Gemeinderat habe die Behörden von Oberhelfenschwil und Hemberg angefragt, ob sie zu Gesprächen über die Schaffung einer Einheitsgemeinde über das ganze Gebiet zur Verfügung stehen würden. Aktuell hat die Gemeinde Neckertal zwei Schulgemeinden mit zwei Oberstufenzentren, die beide nicht deckungsgleich mit den politischen Grenzen sind. Die Installation einer Einheitsgemeinde im Neckertal ist aber nur zusammen mit den politischen Gemeinden möglich.

In der Diskussion äusserten sich mehrere Votanten positiv diesem Vorhaben gegenüber. Für sie scheint es ein logischer Schritt zu sein und sie sind der Meinung, dass Oberhelfenschwil in einer solchen Einheitsgemeinde ein entsprechendes Gewicht haben könnte. Andere Votanten sagten, dass eine Fusion in diesem kleinen Rahmen wenig bringe, man im Gegenzug gleich eine grössere Einheit mit weiteren Gemeinden im Thurtal anstreben solle. Im Laufe der Diskussion wurde auch der Wunsch geäussert, dass der Gemeinderat zuerst eine Strategie für die Zukunft von Oberhelfenschwil definieren, respektive sich Alternativen überlegen solle, bevor man sich auf den Weg mache, der in einer Grundsatzabstimmung endet.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass eine Gesamtbereinigung in Richtung Einheitsgemeinde sinnvoll sein könnte. Er wird in einer Sitzung über das weitere Vorgehen beraten und die Bevölkerung im Mitteilungsblatt laufend informieren.

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