Oberhammer begeistert mit Bach

Zwei Komponisten der Superlative wählte Organist Bruno Oberhammer für sein Konzert am Sonntagabend in der Klosterkirche in Neu St. Johann. Beide Komponisten – Bach wie Schumann – haben Werke für die Unsterblichkeit geschrieben.

Stefan Füeg
Drucken
Teilen

Neu St. Johann. Die Werke der Komponisten Bach und Schumann, die Organist Bruno Oberhammer auswählte, entführten das Publikum in die Tiefgründigkeit der damaligen Musik. Auf der grossen Orgel in der Klosterkirche Neu St. Johann zeigte Bruno Oberhammer sein musikalisches Können. Während die Werke von Bach ganz klar an die damalige christliche Vorstellung angelehnt sind, zeigten Schumanns Werke doch bereits Ansätze eines neuzeitlicheren Verständnisses.

Musiker mit Leib und Seele

Der Organist Bruno Oberhammer ist in der Musikszene kein Unbekannter. Der Vorarlberger, 1946 geboren, studierte in Österreich, der Schweiz und in Deutschland nebst Orgel auch Klavier, Musikpädagogik, Komposition, Geschichte, Philosophie/Psychologie und Musikwissenschaft. Sein langjähriges Orgelstudium und die anschliessenden Meisterkurse führten ihn schliesslich als Professor für Orgel und Tonsatz ans Vorarlberger Landeskonservatorium.

Begeistertes Publikum

Entzückend die Phantasie über den Choral «Ein feste Burg ist unser Gott» von Bach, aber auch die Partita über den Choral «Ach, was soll ich Sünder machen». Auch die anderen Bach-Werke, das Präludium, die Fuge in g-Moll und das Orgelstück in G-Dur BWV 572, vermochten die Zuhörerinnen und Zuhörer vollauf zu begeistern.

Schumanns sechs Fugen über den Namen Bach op. 60 klangen im grossen Schiff der Klosterkirche sehr dynamisch.

Das Eingangsstück, das langsam begann und dann klang, als würde es sich immer schneller vorwärts bewegen, zeugte von der immensen Fingerfertigkeit des Organisten. Ein Konzert, das etwas mehr Publikum verdient hätte.

Aktuelle Nachrichten