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OBEREGG: Wegen Marc «aus dem Häuschen»

Lob, Jubel und viel Applaus – Marc Bischofberger, Olympia-Silbermedaillengewinner im Skicross, ist am Samstag in seiner Heimat empfangen worden. Der Landammann würdigt den Sporterfolg als historisches Ereignis.
Roger Fuchs
Moment für die Ewigkeit: Athlet Marc Bischofberger zusammen mit dem Oberegger Bezirkshauptmann Hannes Bruderer. (Bilder: Benjamin Manser)

Moment für die Ewigkeit: Athlet Marc Bischofberger zusammen mit dem Oberegger Bezirkshauptmann Hannes Bruderer. (Bilder: Benjamin Manser)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 Silber und in vier Jahren Gold? Marc Bischofberger lässt sich nicht auf die Äste hinaus: «Dazu muss viel zusammenstimmen, so wie in diesem Jahr. Vorerst geniesse ich den Moment und sauge alles in mich hinein.» Sagts, und reiht sich in den von der Musikgesellschaft Oberegg angeführten Umzug ein, der zum Vereinssaal führt. Das ganze Dorf steht am Samstagabend Spalier. «Marc, du bisch de Bescht», haben Kinder auf ein Transparent geschrieben.

In Feierlaune sind auch die beiden Vertreter der Innerrhoder Standeskommission, Landammann Roland Inauen und Landesfähnrich Martin Bürki. «Wer auch nur ein paar Tropfen Sportlerblut in seinen Adern hat, ist nach dem finalen Rennen von Marc Bischofberger aus dem Häuschen gewesen», so Inauen bei seiner offiziellen Festansprache. Der Sportler habe Geschichte geschrieben und sie alle dürften bei diesem historischen Ereignis dabei sein. Roland Inauen und Martin Bürki überreichen Marc Bischofbereger schliesslich ein Bild von der ortsansässigen Künstlerin Silvia Sonderegger. Bezirkshauptmann Hannes Bruderer freut sich, dass der 27-Jährige trotz Wohnortswechsel nach Marbach seiner Heimat treu geblieben ist.

Medaille als Zutritts-Schlüssel

Mitglieder des Fanclubs lassen mit Bildern, Videos und diversen Fragen an den Athleten die vergangenen Tage in Pyeongchang revuepassieren. «Ich war nach dem Sieg einen Tag lang wie in Trance», so der Club-Vizepräsident Raphael Eugster. «Es war einfach alles schön und ich habe noch nie so viele Menschen umarmt.» Verständlicherweise etwas durcheinander gewesen sein muss auch Marc Bischofberger. Nach dem Sieg hatte er vergessen, die Akkreditierung für das olympische Dorf mitzunehmen. «Zum Glück hatte ich die Medaille dabei und ich habe dann einfach diese hingehalten», erzählt er gegenüber seinen Fans und dem Publikum diese Episode aus dem olympischen Leben zu Ende. Viele wollen an diesem Abend schliesslich auch die Chance nutzen, ein Selfie mit Marc Bischofberger zu machen oder einfach einmal eine Olympiamedaille aus nächster Nähe zu betrachten. Zur musikalischen Abrundung der Party wurden die Fäaschtbänkler aus dem Rheintal engagiert.

Bleibt noch eine Frage an den Sportler: Wie begründet er gegenüber seinen Liebsten, dass er keine ungefährliche Sportart ausübt? «Ich finde, man sollte das machen, was man gerne macht. Und ich habe so viel Leidenschaft für diesen Sport, dass ich das Risiko ein Stück weit auch in Kauf nehme», so Bischofberger. Durchaus sei Skicross nicht ungefährlich, aber mit guter Vorbereitung werde versucht, schwere Stürze zu vermeiden. Und so darf man gespannt sein, wie sich seine Karriere entwickelt und was in vier Jahren bei Olympia in China geschehen wird. Silber oder Gold?

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