Oberegg senkt die Steuern

OBEREGG. Der Bezirk Oberegg budgetiert für das kommende Jahr eine schwarze Null – und kündigt eine Steuerfuss-Senkung von zehn Prozent an.

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Sinkt der Steuerfuss, bleibt dem Bürger mehr Geld im Portemonnaie übrig. (Bild: key)

Sinkt der Steuerfuss, bleibt dem Bürger mehr Geld im Portemonnaie übrig. (Bild: key)

Die laufende Rechnung der Bezirksverwaltung Oberegg rechnet bei Aufwendungen und Erträgen von je rund 2,67 Mio. Franken mit einem kleinen Ertragsüberschuss von rund 3000 Franken. Wie die Bezirkskanzlei gestern mitteilte, sei – bei budgetierten Abschreibungen von 315 000 Franken und dem erwarteten Ertragsüberschuss der laufenden Rechnung – mit einer Eigenfinanzierung von «lediglich rund 33 Prozent» zu rechnen.

Trotzdem bleibe die angestrebte Eigenfinanzierung von über 100 Prozent im Mehrjahresvergleich über sieben Jahre erhalten.

EFS erschwert das Budgetieren

Der Voranschlag basiert auf einem um sieben auf 35 Prozent reduzierten ordentlichen Steuerfuss und einer um 0,3 auf 0,4 Promille ebenfalls reduzierten Liegenschaftssteuer; 0,1 Promille Liegenschaftssteuer entsprechen einem Steuerprozent.

Mit dieser insgesamt zehnprozentigen Steuerfussreduktion sollte die EFS-bedingte Steuerfussanpassung (Entflechtung der innerkantonalen Finanzströme) des Kantons weitestgehend oder sogar vollumfänglich aufgefangen werden können, schreibt die Bezirkskanzlei weiter.

An der diesjährigen Landsgemeinde ist die EFS-Vorlage angenommen worden; die Umsetzung erfolge 2011.

Die diversen Zuständigkeitsverschiebungen zwischen dem Kanton und den Bezirken zusammen mit den Auswirkungen der Steuergesetzrevision, die sich auf Bezirksebene noch nicht mit letzter Sicherheit abzeichneten, erschwerten den Budgetierungsprozess und die Festlegung der Steuerfüsse für das kommende Jahr, so die Kanzlei.

Plus bei der Wasserversorgung

Nach der Sanierung des Reservoirs «Ladern» dieses Jahr steht bei der Wasserversorgung Oberegg im 2011 ein Konsolidierungsjahr an.

Bei Aufwendungen von rund 367 000 Franken und Erträgen von rund 389 000 Franken wird bei der Wasserversorgung mit einem Ertragsüberschuss von rund 22 000 Franken gerechnet. Dabei berücksichtigt ist laut Kanzlei bereits eine zusätzliche Abschreibung von 40 000 Franken. Netto soll die Wasserversorgung Oberegg nächstes Jahr 10 000 Franken investieren.

Feuerwehr schreibt schwarz

Im Vergleich mit dem laufenden Jahr basiert der Voranschlag der Gebäudeassekuranz auf «grundsätzlich unveränderten Eckwerten», schreibt der Bezirk weiter; hier resultiere ein Ertragsüberschuss von knapp 78 000 Franken (Aufwand: 594 000 Franken; Ertrag: 672 000 Franken).

Einen Ertragsüberschuss von 10 000 Franken erwartet im Jahr 2011 auch der Zweckverband Feuerwehr Oberegg-Reute.

Der Geldsegen fliesst im Verhältnis 70:30 an den Bezirk Oberegg und die Gemeinde Reute, und zwar zugunsten der bestehenden, zweckgebundenen Vorfinanzierung zum Ausgleich von Aufwand- und Ertragsüberschüssen. (bk)

Die öffentliche Orientierungsversammlung über den Voranschlag 2011 des Bezirks Oberegg findet am Dienstag, 9. November, 20 Uhr, im Vereinssaal Oberegg statt.