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OBEREGG: Ende nach 159 Jahren

Der Schulrat Oberegg löste sich auf. Seit Januar 2018 ist die Einheitsgemeinde in Kraft.
Karin Steffen
Schulratspräsident Robert Bischofberger führte wehmütig durch die letzte Versammlung. (Bild: KST)

Schulratspräsident Robert Bischofberger führte wehmütig durch die letzte Versammlung. (Bild: KST)

Karin Steffen

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Bei seiner letzten Begrüssung als Schulratspräsident kam bei Robert Bischofberger am vergangenen Freitagabend im Vereinssaal etwas Wehmut auf. Nach seinen Recherchen bestand die Schulgemeinde seit 159 Jahren. Er zeigte sich jedoch davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist: «Jetzt gilt es, die Chance für etwas Neues zu nutzen – zu Gunsten unserer Kinder und der Gesellschaft». Um die Kontinuität zu gewährleisten, bleiben die Kassieren Sybille Blatter und Claudia Enzler sowie Robert Bischofberger als Schulpräsident der neuen Schulkommission erhalten, welche ab 1. Juni ihre Arbeit antritt. Die langjährigen Mitglieder Pius Geiger und Markus Ulmann verlassen den Schulrat.

Neues Oberstufenmodell günstiger als geplant

Sybille Blatter präsentierte die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von gut 470000 Franken bei Aufwendungen 3,75 Millionen Franken. Der Besserabschluss gegenüber dem Budget beträgt somit 411000 Franken. Dieses ausserordentlich gute Ergebnis resultiert einerseits aus Minderausgaben von rund 320000 Franken. Wie Blatter ausführte, habe unter anderem die Entwicklung des neuen Oberstufenmodells im vergangenen Jahr weniger ge­kostet als angenommen. Andererseits überstiegen die Mehr­einnahmen bei den Handänderungs- und Quellensteuern das Budget um rund 90000 ­Franken.

Projektgruppe für Schulhausneubau

Der Bezirksrat nimmt einen Ersatzbau für das in die Jahre gekommene Knabenschulhaus in Angriff. Eine Projektgruppe fasste das Ziel, im laufenden Jahr ein Projekt zu präsentieren. Darin enthalten sein soll auch eine Verbesserung der Parkplatzsituation, eine Küche für den Vereinssaal sowie das für den Schulbetrieb und Büros genutzte Haus Sternen. Der Schulleiter Matthias Müller zieht eine positive Bilanz über die Einführung des neuen Oberstufenmodells. Jetzt gelte es, die gesammelten Erfahrungen ins neue Schuljahr einfliessen zu lassen. Dem Beginn des neuen Lehrplans 21 im Schuljahr 2018/19 stehen die Lehrpersonen gelassen gegenüber. Haben sie doch viele Weiterbildungen schon besucht. ­Zudem wurden im neuen Oberstufenmodell die Bedürfnisse des Lehrplan 21 bereits berücksichtigt.

Einführung des Ausländerstimmrechts

An der vorgängig abgehaltenen katholischen Kirchgemeindeversammlung Oberegg-Reute führte die neue Präsidentin Anna Maria Greiner-Wollten souverän durch die Geschäfte. Einstimmig angenommen hat die Gemeinde das Ausländerstimmrecht. Somit können ausländische Gemeindemitglieder mit Niederlassungsbewilligung das Stimm- und Wahlrecht in Anspruch nehmen sowie sich auch auf behördlicher Ebene engagieren.

Die Rechnung präsentierte sich mit einem Vorschlag von knapp 40000 Franken wie budgetiert, bei Aufwendungen von gut 620000 Franken. Aufwand wie auch Ertrag überstiegen das Budget um rund 65000 beziehungsweise 66000 Franken. Das gute Ergebnis erlaubte ­wiederum Rückstellungen von 30000 Franken für das Pfarrhaus.

Der Steuersatz soll bei 22 Prozent belassen werden.

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