Nur Vorteile durch den Kauf

Zur Abstimmung über den Kauf des UBS-Gebäudes in Lichten­steig am 12. Februar

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Am kommenden Abstimmungswochenende können wir Schweizer Bürgerinnen und Bürger über wichtige eidgenössische und kommunale Fragen unsere persönliche Meinung mit Stimmkarte schriftlich oder im Gang zur Urne abgeben. Nützen wir diese freie Meinungsäusserung als Pflicht und unterstützen damit die von uns beauftragten Staats- und Gemeindebehörden. In der Gemeinde Lichtensteig steht ein Kaufpreis von 2,9 Millionen auf dem Wahlzettel. Eine im Moment erhebliche Geldsumme, aber durch Spezialisten so weit abgeklärt, dass einem Kauf dieser Liegenschaft durch die Gemeinde nur zukünftige Vorteile erwachsen dürften. Ohne Zeitdruck könnten dann die neuen Zweckbestimmungen für alle Gebäude der Gemeinde bestimmt werden.

Eine derartige Kaufmöglichkeit im Kerngebiet des Städtli darf nicht verpasst werden. Darum werte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger empfehle ich Ihnen, dem Antrag des Gemeinderates zu folgen und dem Kauf der Bankliegenschaft zuzustimmen.

Hans Rudolf Gygax, Loretostrasse 51, 9620 Lichtensteig

Mini.Stadt mit der grossen Kelle

Gemäss Abstimmungsunterlagen des Gemeinderates sind die wichtigsten Argumente für den Erwerb des UBS-Bankgebäudes der erleichterte Zugang zu den Büros der Verwaltung und der Beibehalt des einzigen Bancomaten in Lichtensteig. Somit könnte die Option für den Kauf des Bankgebäudes von 2,9 Mio. Franken für uns Steuerzahler schon fast als Schnäppchen bezeichnet werden. Was machen wir aber mit dem alten Rathaus, wenn das Bankgebäude gekauft würde? Werden dann Wohnungen eingebaut oder soll das ganze Gebäude verkauft werden? Und an wen? Will denn ein neuer Eigentümer die renovierte Kalberhalle ebenfalls dazukaufen?

Der Einbau eines behindertengerechten Liftes im Rathaus soll gemäss Unterlagen 1,1 Mio. Franken kosten. Jetzt ist ein kleiner Warenlift vom ehemaligen Rathaus-Restaurant im 1. Stock bis hinunter ins Kellergeschoss vorhanden. Vielleicht kann der bestehende Liftschacht vergrössert und ausgebaut werden, welcher mit einem Bruchteil der uns vorgerechneten Kosten realisiert werden könnte.

Aus unserem alterwürdigen Rathaus kann mit einer massvollen Renovation etwas Schönes gemacht werden, wie die gelungene Fassadensanierung des Toggenburgermuseums eindrücklich zeigt. Und der Bancomat könnte seinen neuen Standort bei den Schliessfächern der ehemaligen Post oder unter den Bögen bei der Kalberhalle erhalten, beides gut erreichbar, ebenerdig und erst noch überdeckt.

Wir haben genügend Optionen, um nicht gleich die ganze Bank kaufen zu müssen und sollten mit unseren Steuergeldern haushälterischer umgehen. Gemäss Tagblatt vom 1.Februar, ist Lichtensteig mit über 4400 Franken Nettoschulden pro Kopf die am höchsten verschuldete Gemeinde im Toggenburg und ausserdem im Finanzausgleich. Das sind auch keine schlagenden Argumente, um Neuzuzüger anzulocken. Darum ist der Kauf des Bankgebäudes an der Urne abzulehnen, um im Gemeindenschuldenranking in den nächsten Jahren nicht als einsamer Spitzenreiter dastehen zu müssen.

Walter Castelberg, Loretostrasse 66, 9620 Lichtensteig

Kaufpreis konnte runtergehandelt werden

Im Mitteilungsblatt auf Seite 14 schreibt die Gemeinde: Der Kaufpreis für das UBS-Gebäude konnte auf 2,9 Mio. Franken runtergehandelt werden.

Im Immobilienmarkt auf «tutti.ch» vom 31. Januar 2017 wird das UBS-Gebäude für 2,9 Mio. Franken zum Kauf angeboten. Vermutlich rechnet der UBS-Besitzer schon heute mit einem Nein des Stimmbürgers am 12. Februar. Offensichtlich hat aber die Gemeinde Lichtensteig den Kaufpreis überhaupt nicht runtergehandelt.

Kurt Koller, Meienbergstrasse 4, 9620 Lichtensteig

Einsendeschluss für Leserbriefe zu regionalen Themen, über die am 12. Februar abgestimmt wird, ist am Montag, 6. Februar. Schreiben, die später auf der Redaktion eintreffen, werden nicht mehr berücksichtigt. (red)