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Nur das Potenzial ist unbestritten: Ausserrhoder Kantonsräte fordern mehr Anreize für Fotovoltaikanlagen

Das Thema erneuerbare Energien bewegt weiter: Der Regierungsrat hat Fragen im Rahmen einer Interpellation zum Umgang mit und zur Förderung von erneuerbaren Energien beantwortet.
Alessia Pagani
Der Regierungsrat hat am Montag im Rahmen einer Interpellation wiederholt auf das Potenzial erneuerbarer Energien hingewiesen. (Bild: Alessia Pagani)

Der Regierungsrat hat am Montag im Rahmen einer Interpellation wiederholt auf das Potenzial erneuerbarer Energien hingewiesen. (Bild: Alessia Pagani)

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden sind für die Jahre 2020 bis 2022 zusätzliche finanzielle Mittel für die Förderung von Fotovoltaikanlagen vorgesehen. Dies führte Regierungsrat Dölf Biasotto in der gestrigen Kantonsratssitzung aus. Der Vorsteher des Departementes Bau und Volkswirtschaft musste eine Interpellation der CVP-Kantonsräte Anna Eugster (Speicher), Marcel Hartmann (Herisau) und Werner Rüegg (Heiden) zum Thema Wasserkraft- und Fotovoltaikanlagen beantworten. Wie Dölf Biasotto ausführte, sieht das Energiekonzept 2018-2025 verschiedene Massnahmen auch im Bereich erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Stromspeicherung vor.

Potenzial bei Industriedächern

Der Regierungsrat verneint das grosse Potenzial der Sonnenkraft nicht. Wie Biasotto ausführte, könnten mit Sonnenenergie rund zwei Drittel des Ausserrhoder Strombedarfs gedeckt werden. Anlagen würden aber ausschliesslich durch den Bund gefördert. Biasotto dazu:

«In Ausserrhoden wurden seit 2000 rund 800 solcher Anlagen erstellt, die mit Bundesmitteln – und während Perioden ohne Bundesförderung – mit Kantonsmitteln unterstützt wurden.»

Zudem zahle der Kanton als Anreiz für die Erstellung solcher Anlagen seit Anfang 2018 einen finanziellen Beitrag an Speicherbatterien.

Als weitere bereits eingeführte Massnahmen nannte Biasotto die Visualisierung des Solarkatasters um die Eignung der Dächer für Fotovoltaik- und Solaranlagen aufzeigt, sowie eine analoge Karte, welche die Eignung für Erdwärmesonden aufzeigt. «Solche Massnahmen sind gut und recht», so Interpellant Rüegg. Und weiter:

«Es ist aber wichtig, dass geplante Anlagen auch Bewilligungen erhalten.»

Biasotto entgegnete mit der Problematik der Ortsbild-Schutzwürdigkeit, weiss aber um die Tatsache, dass das Potenzial nicht ausgeschöpft wird. «Dächer von Industrieunternehmen sind oft zu wenig bespielt.» Wie er weiter ausführte, erhielten einige bestehende Wasserkraftanlagen Bundesgelder. Seit 2018 werden diese nur noch an Anlagen mit einer Minimalleistung ausgezahlt. In Ausserrhoden erreicht keine der Anlagen diesen Minimalwert.

«Kantonale Fördergelder für Wasserkraftanlagen sind nicht vorgesehen, da das Potenzial sehr klein und mittelfristig nicht wirtschaftlich realisierbar ist.»

Werner Rüegg reichten die Antworten nicht: «Die Jungen zeigen es uns: es ist Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen und zu zeigen, dass wir bereit sind mehr zu zahlen als das, was der Bund zahlt.»

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