«Nun wollen wir den Kübel»

Der SC Herisau beendet die 2.-Liga-Qualifikation mit einem 4:2-Sieg bei Engiadina. Morgen steigt er gegen die zweite Mannschaft des EV Zug in die Achtelfinalserie der Playoffs. Diese dauern im extremen Fall bis am 26. März.

Lukas Pfiffner
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Herisaus Stürmer Marc Pace blickt Richtung Puck, aber nicht Richtung Playoff-Start: Er wird aus beruflichen Gründen fehlen. (Bild: pf)

Herisaus Stürmer Marc Pace blickt Richtung Puck, aber nicht Richtung Playoff-Start: Er wird aus beruflichen Gründen fehlen. (Bild: pf)

EISHOCKEY. «Wir waren nicht in Gefahr, das Spiel zu verlieren», blickt SCH-Trainer Markus Rechsteiner auf den Samstagabend in Scuol zurück. 4:2 setzte sich sein Team zum Abschluss der Qualifikation bei Engiadina durch. Somit kann Herisau morgen mit einem positiven Resultat in die Playoffs starten. «Dass wir eine Woche zuvor gegen St. Moritz eine Niederlage erlitten haben und unsere Siegesserie unterbrochen wurde, war mir aber ganz recht», sagt der Coach. Damit sei man nicht in einer Wohlfühloase verharrt, in der sich Erfolge einstellten, «auch wenn die Leistung nicht immer gut war».

Praxis für den zweiten Goalie

Das Tor hütete im Unterengadin nicht Marc Klingler, sondern Janos Frey. «Ich wollte ihm nochmals Wettkampfpraxis geben. Er hat gut gespielt», erzählt Rechsteiner. Auf Hofstetter und Heinrich verzichtete er, weil diese im Nachwuchs ebenfalls stark gefordert sind. Auch Routinier Patrick Ammann stand nicht zur Verfügung.

Figini und Pace werden fehlen

Morgen Dienstag erfolgt der Start in die Playoff-Achtelfinals gegen die zweite Mannschaft des EV Zug (Sportzentrum, 20 Uhr). Gespielt wird im Modus «Best of five» und im Rhythmus Dienstag, Donnerstag, Samstag.

Aus beruflichen resp. schulischen Gründen werden den Ausserrhodern mit Marc Pace und Stefano Figini in den ersten Partien zwei Stammspieler fehlen, dafür sollte der zuletzt angeschlagene Samuel Schmidt wieder einsatzfähig sein. «Nun wollen wir den Kübel.» Das heisst: Die Regionalmeisterschaft ist das Ziel. Wenn der SCH tatsächlich die Achtels-, Viertels- und Halbfinals übersteht, wäre seine Saison frühestens am 21. März beendet, spätestens am 26. März.

«In den Final vorstossen können auch Vereine, die nicht aufsteigen wollen.» Spätestens vor Beginn der Halbfinals muss das Interesse an einer Promotion beim Verband schriftlich deklariert werden. Achtelfinalgegner Zug schloss vorgestern die Qualifikation der Gruppe 1 mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen Bellinzona ab. Mit dem 33jährigen Verteidiger Samuel Stämpfli gehört ein ehemaliger Herisauer dem Zuger Kader an; sein Vater Walter war einst TK-Chef des SCH. Zug hat je zehn Siege und Niederlagen hinter sich. Der Gruppe 2 gehörten nur elf Teams an, weshalb die Qualifikation zwei Runden weniger umfasste als in der Gruppe 1. In den weiteren Playoffpaarungen treffen unter anderem Wil auf Bassersdorf und Rheintal auf Luzern.

Engiadina – Herisau 2:4 (0:1, 2:2, 0:1) Gurlaina Scuol. – 145 Zuschauer. – Sr. Zambonin/Eichenberger. Tore: 15. Studerus (Jeitziner, Bommeli) 0:1. 22. Homberger (Jeitziner, Bommeli, Ausschluss Schmid) 0:2. 25. Dell'Andrino (Bott, Ausschluss Peter) 1:2. 31. T. Koller (Bommeli, Jeitziner) 1:3. 40. (39:58) Gantenbein (Schudel) 2:3. 42. Brühwiler (Popp, Graf) 2:4. Engiadina: Heinrich; Roner, Bott; Stecher, Pult; Campos, Felix; Rodigari, A Porta; Planta, Gantenbein, Ritzmann; Riatsch, Schmidt, Pinösch; Schudel, Schmid, Dell'Andrino. Herisau: Frey; Figini, Studerus; Peter, M. Koller; Homberger, Olbrecht; Jeitziner, T. Koller, Bommeli; Popp, Pace, Graf; Hausammann, Brühwiler, Biefer; Rutishauser, Kubli, Eugster. Strafen: Engiadina 4mal 2 Minuten, Herisau 5mal 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe Peter (Check von hinten).

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