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NULL-STERN-HOTEL: Ein Bett im Appenzellerland macht weltweit Schlagzeilen

Das Interesse am Null-Stern-Hotel im Appenzellerland ist gross – und zwar weltweit. Innerhalb einer Woche war es ausgebucht. Trotz des Erfolgs ist bereits bekannt, wann das Kunstprojekt zu Ende geht.
Patrik Kobler
Das französische TV-Team mit den Butlern Marco Arena, Köbi Dietrich (oberster Null-Stern-Butler), Brigitte Audeoud und Ursula Graf. (Bild: PD)

Das französische TV-Team mit den Butlern Marco Arena, Köbi Dietrich (oberster Null-Stern-Butler), Brigitte Audeoud und Ursula Graf. (Bild: PD)

Patrik Kobler

patrik.kobler

@appenzellerzeitung.ch

Gestern hat Appenzellerland Tourismus AR eine Übernachtung im Null-Stern-Hotel verlost. Es ist wohl noch eine der letzten Möglichkeiten, Gast in der Freiluft Suit auf dem Gipfel Göbsi bei Gonten zu werden. Denn die Schöpfer dieses Kunstprojekts, Frank und Patrik Riklin, melden: «Wir sind komplett ausgebucht.» Die Warteliste umfasse bereits über 1700 Namen. Die Gäste stammen aus der ganzen Welt. Auch das Medieninteresse ist gross. Als dieser Tage das Butlertraining über die Bühne ging, war auch ein französischen TV-Team zugegen. Die zwölfminütige Doku wird am Sonntag, 21. Juli, zu bester Sendezeit auf dem Kanal M6 ausgestrahlt. Für kommende Woche hat sich zudem ein deutsches Fernsehteam angemeldet. Nicht zuletzt aufgrund der Medienpräsenz rechnen die Künstler damit, dass bis Ende August rund 3000 Leute auf der Warteliste stehen.

Gelände wird im September renaturiert

Angesichts des Erfolgs war es ein Thema, die Hotelsaison bis in den September hinein zu verlängern. Daraus wird allerdings nichts. Nach 81 Nächten ist am 31. August Schluss. Anfang September wird das Kunstwerk abgebaut und das Gelände renaturiert. Wo das Bett im kommenden Jahr stehen wird, steht noch nicht fest. Konkrete Verhandlungen werden gemäss Patrik Riklin im September aufgenommen. Das «Null-Stern»-Zimmer ist ohne Wände und ohne Dach. Einen Hotelier gibt es nicht. Für die Betreuung vor Ort sind Butler zuständig. Sie tragen untenrum Alltagskleidung und obenrum ein weisses Hemd, weisse Handschuhe und eine Fliege. Den Gästen servieren sie beispielsweise als Schlummertrunk einen Alpstein-Kräuterschnaps. Sie bringen auch Kaffee oder tragen die Matratzen zum Gipfel. Ausserdem stellen sie während der Nacht den Notfall-Pikettdienst sicher.

Im vergangenen Jahr stand das Bett noch im Bündner Safiental. Neu haben die Hotelgäste einen Röhrenfernseher im Zimmer. Eine Fernbedienung zum Zappen gibt es aber nicht, dafür einen exklusiven Kanal mit Nachrichten, Wetterprognosen sowie Anekdoten und Witzen aus der Region. Bei der Appenzeller Zeitung hat das Null-Stern-Hotel bereits kontroverse Diskussionen ausgelöst. Im Rahmen unserer diesjährigen Sommeraktion, die sich dem Thema «Übernachten» widmet, werden wir das Bett selber testen können. Unser Erfahrungsbericht folgt.

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