NOS: Hochkarätige Gästeschwinger in Gais

Die ersten Namen der Gästeschwinger für das Nordostschweizerische Schwingfest Ende Juni in Gais sind bekannt. An den Start gehen der aktuelle und ein ehemaliger Sieger des Schwägalp-Schwingets.

Bruno Eisenhut*
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Ein Garant für Spektakel: Martin Grab (unten, hier am Eidgenössischen Schwingfest 2007 in Aarau) plant die Teilnahme am NOS in Gais. (Bild: pd)

Ein Garant für Spektakel: Martin Grab (unten, hier am Eidgenössischen Schwingfest 2007 in Aarau) plant die Teilnahme am NOS in Gais. (Bild: pd)

SCHWINGEN. Acht Gästeschwinger aus den Teilverbänden Innerschweiz, Bern, Nordwest- und Südwestschweiz treffen am 30. Juni am Nordostschweizerischen Schwingfest (NOS) in Gais auf die 180 besten Schwinger aus dem gastgebenden Teilverband.

Mit Martin Grab entsenden die Innerschweizer einen ihrer besten Trümpfe in das Appenzellerland. Das Palmarès des 35jährigen Schwyzers darf sich sehen lassen. So gewann er als einziger Schwinger bisher alle sechs Bergklassiker mindestens einmal, im Jahr 2002 war er auf der Schwägalp erfolgreich. Den Traditionsanlass auf dem Brünig verliess der vielseitige Techniker fünfmal als Sieger. Seine Kranzsammlung umfasst aktuell 111 Exemplare. Den bisherigen Karrierehöhepunkt feierte Grab mit dem Sieg am Unspunnen-Schwinget 2006. Dazumal legte er im Schlussgang niemanden geringeren als Schwingerkönig Jörg Abderhalden auf den Rücken. Vier Jahre zuvor setzte er sich als Sieger beim Expo-Schwinget durch. Auch dort musste ein Schwingerkönig im Schlussgang die Überlegenheit Grabs anerkennen: Nöldi Forrer. Auch dem Titel «Schwingerkönig» stand Martin Grab schon sehr nahe. 2010 in Frauenfeld unterlag er im Schlussgang Kilian Wenger und 2004 in Luzern kostete ihm ein gestellter Gang gegen Thomas Sutter die Schlussgangqualifikation. Der fünffache Eidgenosse ist nicht zuletzt seiner angriffigen Schwingart wegen weit über die Teilverbandsgrenzen hinaus ein Publikumsliebling.

Aktueller Schwägalp-Sieger

Zwei weitere Gästeschwinger, die für Spannung am NOS sorgen werden, sind Thomas Zaugg und Matthias Siegenthaler aus dem Berner Verband. Thomas Zaugg gewann die jüngste Austragung des Schwägalp-Schwingets. Im Schlussgang legte er den erfolgreichsten Schwinger der vergangenen Saison, Matthias Sempach, ins Sägemehl. Ein Garant für spektakuläre Zweikämpfe ist Matthias Siegenthaler. Seine impulsiven Angriffe kommen beim Publikum gut an. Gar stehenden Applaus von den Zuschauern erntete der Berner im vergangenen Jahr als Gast am Innerschweizerischen Verbandsfest. Sein Gegner damals: Martin Grab.

Wer von der absoluten Schwingerspitze spricht, denkt nicht sofort an den vierten angemeldeten Eidgenossen. Der Zuger Bruno Müller hat seine zwei eidgenössischen Kränze in den Jahren 2001 und 2004 gewonnen. Mit seiner Routine wird der 36-Jährige von den Ostschweizer Schwinger dennoch einiges abverlangen.

Hoffen auf die Thürigs

Noch unbestätigt sind die Anmeldungen des Nordwestschweizerischen Verbands. Zwar schlagen mit Bruno Gisler und Christoph Bieri die beiden derzeit am stärksten eingestuften Schwinger den Weg an das Innerschweizerische Verbandsfest ein, dafür dürfte mindestens einer der beiden Thürig-Brüder in Gais sein Glück versuchen. Ob es am Ende gar beide Thürig-Eidgenossen sind, die am Nordostschweizerischen Schwingfest auftreten werden, ist derzeit noch offen.

Der Südwestschweizerische Verband verfügt nach dem Rücktritt von Hanspeter Pellet und Stefan Zbinden mit Michael Nydegger nur noch über einen aktiven Eidgenossen. Aus Schwingerkreisen ist zu erfahren, dass dieser heuer am Innerschweizerischen Schwingfest teilnehmen wird. Demzufolge werden die letztlich anreisenden Gäste aus der Südwestschweiz wenig mit dem Ausgang des Schwingfestes in Gais zu tun haben.

* Bruno Eisenhut ist Mitglied des OK NOS Gais 2013 (Ressort Kommunikation).

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