Nordostschweizer Jodlerfest 2013 in Wattwil?

Die beiden heimischen Jodelchöre haben Grosses vor: Der Jodlerklub Wattwil und das Jodelchörli Alperösli wollen das Nordostschweizer Jodlerfest 2013 nach Wattwil bringen. Es wäre einer der grössten Anlässe, die Wattwil je erlebt hat.

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Die beiden heimischen Jodelchöre haben Grosses vor: Der Jodlerklub Wattwil und das Jodelchörli Alperösli wollen das Nordostschweizer Jodlerfest 2013 nach Wattwil bringen. Es wäre einer der grössten Anlässe, die Wattwil je erlebt hat. Gut für die Werbung für die Gemeinde und das ganze Toggenburg, meinen die Initianten. An der Vereinspräsidentenkonferenz präsentierten Sepp Forrer (Präsident Jodlerklub), Hans Rohner (Jodelchörli Alperösli) und Ueli Walther (Präsident Nordostschweizer Jodlerverband)

das Konzept – mit eindrücklichen Zahlen: An einem solchen Jodlerfest nehmen erfahrungsgemäss rund 3500 Aktive teil. Denn wer am Eidgenössischen Jodlerfest teilnehmen will, muss im Jahr zuvor am Regionalen Jodlerfest auftreten. Auf vier Standorte verteilt (Thurpark, Rietsteinturnhalle und den beiden Kirchen) sind die Auftrittsorte für die Jodler geplant. Die Fahnenschwinger und die Alphornbläser sind in und um die Grüenau-Turnhalle aktiv. Zu den Aktiven hinzu erwartet man rund 15 000 bis 20 000 Besucher.

Untergebracht werden diese vor allem in Zivilschutz-Unterkünften. «Viele gehen aber die beiden Tage gar nicht in Bett, schlafen können sie auch zu Hause wieder», meinte Hans Rohner. Verpflegt sein wollen die Jodler allerdings. Deshalb werden in den Austragungsorten jeweils die Dorfvereine eingeladen, eigene Festwirtschaften in Zelten anzubieten. Schöner Nebeneffekt: Die Dorfvereine können sich einen Betrag in die eigene Vereinskasse erwirtschaften.

Deshalb stellten Hans Rohner und Sepp Forrer ihr Konzept am Mittwochabend auch den Vereinspräsidenten vor. Für den Anlass brauchen sie 800 Helferinnen und Helfer. Das Budget beträgt rund 80 000 Franken. Wattwil soll sich vom 5. bis 7. Juli 2013 zum Jodlerdorf verwandeln. Das Fest wäre etwa doppelt so gross wie das Wattwiler Fest, schätzt Hans Rohner. Die Bahnhofstrasse und die Strassen, die von dort an die Thur führen, würden gesperrt. Ein Festumzug mit 50 Sujetwagen und einige Nebenattraktionen wären denkbar.

Am letzten Jodlerfest in Bülach wurde zum Beispiel das längste Alphorn der Welt gezeigt – es ist über 20 Meter lang, und an einem Mitternachtsevent spielten Alphörner einen Rock 'n' Roll. Die Anmeldefrist für die Kandidaturen läuft bis zum 30. Oktober. Im Januar 2010 entscheiden die Delegierten des Nordostschweizer Jodlerverbandes. Die Gemeinde stehe voll hinter dem Anlass, wie Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner betont. (hak)

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