Noch nicht im trockenen

Der Bahnhof Herisau wird vom Bund nicht so zügig mitfinanziert, wie ursprünglich gedacht.

Merken
Drucken
Teilen

HERISAU. Der Bundesrat beabsichtigt, sich ab 2015 mit 40 Prozent an Verkehrsinfrastruktur Investitionen der Agglomeration St. Gallen / Arbon–Rorschach im Umfang von rund 380 Millionen zu beteiligen. Darunter der Ausbau des Stadtbahnhofs Rorschach (26 Mio.) und der neue Autobahnanschluss Witen mit Zubringer in Rorschach (63 Mio.), der Bushof mit Strassenanpassung beim Bahnhof Herisau (23 Mio.) und ein Gesamtpaket von Massnahmen zugunsten des Fuss- und Veloverkehrs im Umfang von rund 145 Mio.

Neu Priorität B

Gewichtige Projekte sind aber noch nicht im trockenen, darunter der Autobahnanschluss Witen mit Zubringer in Rorschach, der Bushof mit Strassenanpassung beim Bahnhof Herisau, die Neugestaltung des Bahnhofplatzes in Flawil oder der Bahnhof St. Fiden. Die bei der Eingabe des Agglomerationsprogramms beim Bund Mitte 2012 vorliegenden Projektunterlagen haben den Bund dazu veranlasst, diese Projekte aufgrund des Reifegrads in Priorität B, statt wie durch die Agglomeration beantragt, in Priorität A einzustufen. Das heisst, für diese Projekte sollen die Mittel erst für die nächste Finanzierungsperiode ab 2019 durch das eidgenössische Parlament freigegeben werden.

Die Trägerschaft des Programms sind die Agglomerationsgemeinden und die drei Kantone AR, SG, TG. Die Geschäftsstelle führt die Region Appenzell AR : St. Gallen – Bodensee. Das Agglomerationsprogramm St. Gallen /Arbon–Rorschach wurde als gutes Programm eingestuft und profitiert dadurch von einem Mitfinanzierungsanteil durch den Bund von 40 Prozent.

Engagement beim Fussnetz

Ausschlaggebend für die gute Beurteilung der Programm-Qualität ist insbesondere das grosse Engagement zur Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrsnetzes, welches beim diesjährigen International Transport Award der OECD sogar zu einer Finalteilnahme geführt hat.

Der Bund honoriert und unterstützt dieses Engagement mit einer grosszügigen Mitfinanzierung von Infrastrukturmassnahmen zugunsten des Fuss- und Veloverkehrs im Umfang von rund 150 Mio. So zum Beispiel die Verbreiterung des Fuss- und Velowegs über die SBB-Sitterbrücke oder die Ergänzung des SOB-Viadukts in Herisau um einen Fuss-/Velosteg sowie mehrere hundert Kleinst-Massnahmen im gesamten Netz.

Damit wird ein eigentlicher Quantensprung im Langsamverkehr erreicht. (pd)