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Noch lange kein Oldtimer

Die Arbeitgeber der Region Toggenburg trafen sich am 30. Geburtstag ihrer Vereinigung in Lichtensteig. Im Zentrum standen britische Klassiker sowie Chancen und Risiken für Unternehmer.
Ruben Schönenberger
Einblicke im wahrsten Sinne des Wortes gewährte die Herbstversammlung der Arbeitgebervereinigung.

Einblicke im wahrsten Sinne des Wortes gewährte die Herbstversammlung der Arbeitgebervereinigung.

Die Arbeitgebervereinigung der Region Toggenburg (ART) führte am vergangenen Donnerstag und damit just am 30. Geburtstag der Vereinigung ihre Herbstversammlung durch. Auf die Geschichte hatte Präsident Philippe Schiess schon an der Hauptversammlung im Mai zurückgeblickt (das Toggenburger Tagblatt berichtete). Trotzdem stand auch die Herbstversammlung im Zeichen des Jubiläums. Der Anlass startete bei der im unteren Flooz angesiedelten Firma Classic Car Connection (CCC), die sich um die Restaurierung britischer Klassiker kümmert. Schiess erklärte in seiner Begrüssung, warum der Ort passend sei: «Bei 30 Jahren liegt die Grenze. Dann wird ein Auto zum Oldtimer.» Er sehe die ART aber natürlich noch nicht als Oldtimer, fügte er an.

Markus Tanner, Gründer und CEO, führte anschliessend durch seine Firma. Die CCC sei 1996 an diesem Standort entstanden. «Eigentlich war das eine platztechnische Lösung für ein Hobbyproblem», sagte Tanner. Aber weil auch Freunde darauf aufmerksam wurden, dass er zusammen mit Mitgründer Matthäus Scherrer erfolgreich Klassiker renoviert, kamen immer wieder Anfragen. «Irgendwann mussten wir einen Tarif für die Arbeiten einführen.»

Spezielle Fähigkeiten nötig

Heute beschäftigt die Firma zwölf Mitarbeitende, davon zwei Lernende. Tanner scheint froh zu sein, selber Lernende ausbilden zu können. In der heutigen Lehre in einer Autowerkstatt würden gewisse Sachen nicht mehr gelehrt, die bei der CCC aber relevant sind. Und umgekehrt. Sein Angebot fasst Tanner dann auch so zusammen: «Wir machen alles, was andere nicht können oder nicht wollen.»

Nach dem Rundgang durch die Werkstätten, bei dem sich die zahlreich erschienenen Arbeitgeber über die unzähligen britischen Klassiker sehr erfreut zeigten, folgte im Chössi-Theater der zweite Teil der Versammlung. Rolf Th. Jufer, Mitglied der Geschäftsleitung des Versicherungsbrokers Funk, referierte zum Thema Chancen- und Risikomanagement. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Revision der internationalen Norm ISO 9001. «Die Welt wird immer komplexer. Neue Risiken entstehen», sagte Jufer. Er spricht damit nicht nur Cyberrisiken an, sondern verweist auch auf politische Instabilitäten. «Politische Risiken werden uns in den nächsten 20 Jahren stärker beschäftigen, als sie es in den letzten 20 Jahren taten.» Jufer empfahl den Anwesenden, sich um ein aktives Risikomanagement zu kümmern. Dazu gehöre, dass man Risiken identifiziere und bewerte. Wo immer möglich solle man versuchen, diese ganz zu verhindern. Wenn das nicht vollumfänglich möglich sei, müsse man sie zumindest vermindern. Er warnte zudem davor, getroffene Massnahmen zur Risikobewältigung nicht zu überprüfen.

Markus Tanner (hinten, leicht erhöht), Gründer der Classic Car Connection, haucht zusammen mit seinen Mitarbeitern britischen Klassikern neues Leben ein.

Markus Tanner (hinten, leicht erhöht), Gründer der Classic Car Connection, haucht zusammen mit seinen Mitarbeitern britischen Klassikern neues Leben ein.

Rolf Th. Jufer von der Firma Funk. (Bilder: Ruben Schönenberger)

Rolf Th. Jufer von der Firma Funk. (Bilder: Ruben Schönenberger)

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