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Noch kein neuer Landesfähnrich für Innerrhoden in Sicht

Für den unerwartet verstorbenen Martin Bürki muss ein Nachfolger gefunden werden. Elf Tage vor der Landsgemeinde ist noch kein Kandidat auszumachen.
Karin Erni
Bis zur Landsgemeinde am 28. April sollte ein valabler Kandidat für das Amt des Landesfähnrichs bereitstehen. Bild: Michel Canonica 29.4.2018.

Bis zur Landsgemeinde am 28. April sollte ein valabler Kandidat für das Amt des Landesfähnrichs bereitstehen. Bild: Michel Canonica 29.4.2018.

Nach dem tragischen Tod von Martin Bürki hat die Standeskommission beschlossen, den neuen Landesfähnrich an der kommenden Landsgemeinde wählen zu lassen. Doch wer kommt für das Amt in Frage und wer kann sich so kurzfristig beruflich umorientieren? Der oder die Gewählte muss nämlich direkt nach der Wahl am 28. April das Amt antreten.

Als erster hat sich Landammann-Kandidat Lorenz Gmünder geoutet. Er stehe nicht für das Amt zur Verfügung, sagte er gegenüber Radio SRF. «Es wäre sicher eine interessante Aufgabe», ergänzt der Jurist auf Anfrage. Er sei aber seit Januar Partner einer Anwaltskanzlei in St.Gallen. Weil in Innerrhoden der Landesfähnrich dem Justizdepartement und damit auch der Staatsanwaltschaft vorstehe, könnte es zu schwierigen Situationen führen, wenn einer seiner Kanzleipartner einen Fall in Innerrhoden vertreten würde. Es sei rechtlich wohl nicht ausgeschlossen. «Doch weder sie noch ich würden sich dabei wohlfühlen.» Die Standeskommission ist in Innerrhoden auch Rekursgremium. Wäre er da nicht auch betroffen? Als Landammann könnte er in den Ausstand treten, wenn er in einem Fall befangen sein sollte, sagt Gmünder.

Ruth Corminboeuf, Grossrätin und Mitglied der Staatswirtschaftlichen Kommission (StwK) ist vor sieben Jahren gegen Martin Bürki angetreten und unterlegen. Sie habe kein Interesse mehr am Amt, gibt sie zu verstehen. «Ich habe mich in der Zwischenzeit anderweitig orientiert.»

Eine weitere Kandidatin wäre Angela Koller, studierte Juristin und Präsidentin der Arbeitnehmervereinigung Appenzell. Sie erklärt, der Verband werde aus Pietätsgründen erst nach dem Staatsakt für Martin Bürki die in Frage kommenden Personen anfragen. Sie persönlich stehe nicht zur Verfügung.

Oberegger Regierungssitz wackelt

Dass eine Person aus Oberegg Einsitz in der Standeskommission nimmt, hat zwar Tradition, ist aber nicht festgeschrieben. Naheliegend wäre eine Kandidatur von Hannes Bruderer, dem Bezirkshauptmann von Oberegg und Grossrat. Doch er will sich nicht für das Amt zur Verfügung stellen. «Meine familiäre Situation lässt das derzeit nicht zu.» Zudem wolle er sich auf seine Rolle im Bezirk konzentrieren, wo derzeit einige wichtige Projekte anstehen, welche er weiterverfolgen möchte.

Auch Pius Federer, Grossrat und Mitglied der StwK, wäre ein valabler Kandidat. Der Inhaber einer Elektrotechnikfirma in Oberegg winkt ab. «So kurzfristig kann ich meinen Betrieb nicht umstellen für dieses anspruchsvolle Amt.»

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