Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Nistkästen mitten in der Kirche

In der reformierten Kirche in Herisau sind 24 Nistkästen aufgehängt. Die Idee dahinter ist ein Adventskalender. In jedem Kasten befindet sich ein Geschenk. Dieses wird jeweils einem der Kirchenbesuchenden überreicht.
Astrid Zysset
Die Nistkästen in der reformierten Kirche – sie funktionieren wie ein Adventskalender. In jedem Kasten findet sich ein Geschenk. (Bild: PD)

Die Nistkästen in der reformierten Kirche – sie funktionieren wie ein Adventskalender. In jedem Kasten findet sich ein Geschenk. (Bild: PD)

Ein ungewöhnlicher Anblick: In der reformierten Kirche sind 24 Nistkästen aufgehängt. «Weihnachten ist neben Ostern das wichtigste christliche Fest. Trotzdem ist in der Adventszeit kaum etwas Besonderes los», sagt Pfarrerin Anna Katharina Breuer. Darum wollte sie etwas Spezielles lancieren. Die Idee stamme aber nicht von ihr, räumt die Pfarrerin ein. Nistkästen wurden im Rahmen der Reformationsfeierlichkeiten in Zürich bereits verwendet. Breuer gefiel es, die Idee der Herberge auf diese Weise neu aufzugreifen. Hinzu kommt, dass viele Beteiligte involviert werden: Der stellvertretende Abwart der Kirche, Hansueli Diem, hat die einzelnen Teile der Nistkästen gezimmert, Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sie zusammengesetzt und das Dach verziert. Die Nistkästen sind als Adventskalender konzipiert. Jeden Tag gibt es die Möglichkeit, ein Geschenk zu gewinnen. «Besuchende des Gottesdienstes oder einer der Veranstaltungen im Kirchgemeindehaus können also auch plötzlich zu Beteiligten der Idee werden», so Breuer.

Jeden Tag wird ein Geschenk ausgelost. Dazu wird ein Säckchen unter den Anwesenden der jeweiligen Veranstaltung herum gereicht. Gefüllt ist es mit kleinen, ausgestanzten Vögeln. Wer den goldfarbenen erwischt, erhält ein Präsent. Dieses befindet sich im Tagesnistkasten. Während des Gottesdienstes befindet sich jener bei der jeweiligen Pfarrperson, und nicht aufgehängt an der Wand. «Das wäre zu umständlich geworden», erklärt Breuer. Die Nistkästen der Konfirmandinnen und Konfirmanden sind nur per Leiter erreichbar, wurden sie doch oberhalb der Kirchenbänke angebracht. «Wie sie so drapiert wurden – es hat etwas Gemütvolles», findet Breuer. Seit anfangs Woche sind die Nistkästen aufgehängt. Bis zum 6. Januar bleiben sie dort und können von den Besucherinnen und Besuchern der Kirche begutachtet werden.

Als einmalige Aktion konzipiert

Ursprünglich war geplant gewesen, die Nistkästen opulent zu verzieren und zu dekorieren. Doch die Vogelwarte Sempach riet davon ab. Für die Vögel sei dies nicht ideal. Sie bevorzugen einen unauffälligeren Nistplatz. Die Nistkästen des Adventskalenders sind für Meisen, Spatzen und Finken konzipiert. «Wir möchten, dass sie wirklich eines Tages Unterschlupf bieten für die Vögel», führt Breuer die Idee weiter aus. Dazu werden die Nistkästen am Montag, 7. Januar, um 17 Uhr vor dem Kirchgemeindehaus an Vogelfreunde verschenkt. Die Übergabe findet an einem warmen Grillfeuer bei einer Gerstensuppe statt. Ein Ornithologe wird erläutern, welche Plätze für das Aufhängen der Nistkästen in Frage kommen, worauf geachtet werden muss und wie die Kästen geputzt werden. Im Frühling ist dann eine Flurbegehung geplant. «Wir möchten sehen, wo Vögel eingezogen sind respektive wo es uns gelungen ist, tatsächlich eine Herberge zu schaffen», so Breuer weiter.

Die Aktion soll einmalig bleiben. Im nächsten Jahr werden keine Nistkästen mehr aufgehängt. «Aber ich bin sicher, dass uns dann auch wieder etwas Originelles einfallen wird, um die Adventszeit besonders zu gestalten.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.