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Postulat im Ausserrhoder Kantonsrat: Nicht nur die Klimajugend ist aktiv

Nach den Streiks der Jugendlichen werden 24 Kantonsräte aktiv: Mit einem Postulat verlangen sie einen Bericht zum Klimawandel. Dieser soll dessen Auswirkungen auf Appenzell Ausserrhoden aufzeigen.
Jesko Calderara
Gemäss Experten wird die Schweiz überdurchschnittlich stark vom Klimawandel betroffen sein. (Bild: Benjamin Manser)

Gemäss Experten wird die Schweiz überdurchschnittlich stark vom Klimawandel betroffen sein. (Bild: Benjamin Manser)

Die Klimapolitik wird ein Thema im Kantonsparlament. Grund dafür ist ein Postulat, welches Jens Weber (SP) und Jaap van Dam (parteilos) eingereicht haben. 22 Kantonsrätinnen und Kantonsräte haben den Vorstoss ebenfalls unterschrieben.

Im Postulat wird der Regierungsrat aufgefordert, innerhalb eines Jahres einen Klimabericht vorzulegen. Ein solcher könnte beispielsweise Bestandteil des Regierungsprogramms 2019-2022 sein. Zusammenfassend soll der Bericht aufzeigen, was der menschengemachte Klimawandel für Appenzell Ausserrhoden und seine Bewohner konkret bedeutet. Zudem muss der Regierungsrat darlegen, welche Massnahmen getroffen werden können, um den Beitrag des Kantons am Klimawandel zu reduzieren und was zu tun ist, um dessen Folgen vorzubeugen.

Konkret werden im Postulat Fragen zu vier Themenbereichen gestellt. Dabei geht es beispielsweise um die Massnahmen pro Departemente und die dafür anfallenden Kosten. Gefragt wird auch nach einer C02-Bilanz, um den Kantonsbeitrag am Klimawandel pro Ursachenbereich regelmässig messen und bewerten zu können.

Trockene Sommer und mehr Hitzetage drohen

Gemäss den Initianten des Postulats ist ein Klimabericht weder ein «Luxus» noch eine «Hexerei». Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf die Anstrengungen andernorts. So haben elf Kantone bereits ein solches Instrument erarbeitet, fünf wiederum einen kantonalen Hitzeplan. Aufgrund der grossen Bedeutung der Subsidiarität in der schweizerischen Staatsstruktur müsse der Kanton aufzeigen, welche Möglichkeiten diesbezüglich auf kantonaler und kommunaler Ebene notwendig bestünden, heisst es im Postulat.

Gleichzeitig wird auf die Klimaszenarien des Center for Climate Systems Modeling der ETH Zürich hingewiesen. Demnach drohen der Schweiz bis 2060 vier Hauptveränderungen. So könnte es mehr trockene Sommer geben. Weil aufgrund steigender Temperaturen gleichzeitig die Verdunstung zunimmt, drohen die Böden auszutrocknen. Ein weiteres denkbares Szenario ist, dass die Zahl der heissen Tage steigen kann beziehungsweise Hitzesommer zur Normalität werden. Die Klimaexperten erwarten zudem, dass es in Zukunft häufiger und stärker regnet als heute. Dies hat im Winter Auswirkungen. Weil es in dieser Jahreszeit wärmer sein dürfte, wird Niederschlag häufiger in Form von Regen und nicht als Schnee fallen.

Für Jens Weber und Jaap van Dam ist der Fall klar: «Die Schweiz ist überdurchschnittlich stark vom Klimawandel betroffen.» Die Jugend fordere zu Recht griffige Massnahmen, um diesen zu bekämpfen. Das oberste Ziel der Klimapolitik, auf das sich alle verständigen könnten, sei die Verringerung des CO2-Ausstosses bei ökonomischen Aktivitäten.

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