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Kirchgemeinde will nicht mehr alleine weitermachen

Das Signal bei der Abstimmung an der Kirchgemeindeversammlung von Waldstatt war eindeutig: Man will mit umliegenden Kirchgemeinden stärker kooperieren. Ob es letztlich zu einer Fusion führt, ist zum heutigen Zeitpunkt noch offen.
Roger Fuchs
Die reformierten Kirchbürger von Waldstatt wollen eine verbindliche Kooperation mit Schönengrund, Schwellbrunn und Herisau. Bild: Roger Fuchs

Die reformierten Kirchbürger von Waldstatt wollen eine verbindliche Kooperation mit Schönengrund, Schwellbrunn und Herisau. Bild: Roger Fuchs

Allmählich bewahrheitet sich das Szenario, das der Kirchenratspräsident der evangelischen Landeskirche beider Appenzell, Koni Bruderer, vor drei Jahren skizzierte: Nicht mehr jede Kirchgemeinde werde eine eigene Pfarrperson haben. Als mögliches Zukunftsmodell schlug er vor, dass Seelsorgende regional verteilt nach Schwerpunkten arbeiten.

Dieses Modell zeichnet sich aktuell unter einigen Kirchgemeinden im Appenzeller Hinterland ab. An einer ausserordentlichen Versammlung gaben die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger von Waldstatt ihrer Vorsteherschaft mit dem externen Verwalter Rolf Hanselmann an der Spitze einstimmig grünes Licht, um Kooperationsverhandlungen mit den Kirchgemeinden Schönengrund, Schwellbrunn und Herisau aufzunehmen. Diese vier von sieben Kirchgemeinden im Hinterland seien es, welche sich aktuell eine intensivere Zusammenarbeit vorstellen könnten, sagte Hanselmann gegenüber den 52 anwesenden Stimmberechtigten.

Fusion nicht ausgeschlossen

Die Form der verbindlich angestrebten Kooperation ist zum heutigen Zeitpunkt noch offen. Es könnte jedoch bis zu einem rechtlichen Zusammenschluss – also einer Fusion – führen. Hintergrund des Prozesses bildet die Tatsache, dass Ressourcen eingespart oder anders eingesetzt werden sollen. Dabei soll alles unter die Lupe genommen werden, auch die pfarramtlichen Arbeiten, die sich gemäss Rolf Hanselmann künftig vermehrt über die Gemeindegrenze hinaus bewegen dürften. Das allseits bekannte Einzelpfarramt werde es in der bisherigen Form nicht mehr geben. «Teamarbeit ist vermehrt gefragt», so der externe Verwalter. Dabei führte er aus, dass sich die Kirchenangestellten auch spezialisieren könnten; beispielsweise auf Jugendarbeit oder Altersarbeit, die man dann in mehreren Kirchgemeinden wahrnehme. Um das ganze Feld an Optionen offen zu halten, hat man sich in Waldstatt entschieden, das Anstellungsverhältnis mit Pfarrerin Yrsa Thordardottir nach Ablauf der zweijährigen Stellvertretung nicht zu verlängern. Die bevorstehende pfarrerlose Zeit soll dann vorerst mit Stellvertretungen aus umliegenden Gemeinden gelöst werden.

Am 6. Dezember soll über nächste Schritte entschieden werden. Klar ist, so Rolf Hanselmann, dass man sich für den ganzen Prozess professionelle Begleitung holen werde.

Noch fehlt jemand für das Präsidium

Rolf Hanselmann wird die Geschicke der Kirchenvorsteherschaft in der Hand halten, bis er überflüssig ist. Das ist dann der Fall, wenn eine neue Präsidentin oder ein neuer Präsident gefunden und die Kirchgemeinde wieder selbständig agieren kann. Diese Ziel hat man in Waldstatt bis dato noch nicht erreicht.

Immerhin konnte jedoch mit Gabriela Rakoczi ein viertes Mitglied für die Kirchenvorsteherschaft gefunden werden. Fragen aus dem Plenum wurden keine an sie gerichtet. Ihre Motivation beschreibt sie mit den Worten «es fühlt sich einfach richtig an». Nebst ihr gehören Claudia Keller-Schweizer, Jakob Pfändler und Urs Winiger der Kirchenvorsteherschaft an.

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