Nicht in einer Rolle verstecken

HERISAU. Worauf ist in der Beziehung mit Schülern zu achten? Wie ist die Ausserrhoder Beratungsstelle für Flüchtlinge organisiert? Diese Themen standen im Mittelpunkt des Herisauer Lehrerkonventes, der traditionell im August stattfindet.

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Barbara Frischknecht Referentin am Schulkonvent (Bild: pd)

Barbara Frischknecht Referentin am Schulkonvent (Bild: pd)

HERISAU. Worauf ist in der Beziehung mit Schülern zu achten? Wie ist die Ausserrhoder Beratungsstelle für Flüchtlinge organisiert? Diese Themen standen im Mittelpunkt des Herisauer Lehrerkonventes, der traditionell im August stattfindet.

Gleichwürdigkeit der Kinder

«Die Beziehung ist der Schlüssel dafür, ob die Erziehung und der Schulbetrieb gelingen», sagte Barbara Frischknecht. Sie ist Lehrerin, Mutter und in der Erwachsenenbildung tätig. Am Konvent der Schule Herisau ging sie auf die Führungskompetenz und die Gleichwürdigkeit der Kinder ein («nicht zu verwechseln mit Gleichberechtigung»). Lehrpersonen sollten die Wünsche und Ansichten der Kinder so ernst nehmen wie die eigenen. Man habe authentisch zu sein. «Um in Beziehung zu kommen, muss man sich verwundbar machen: Das wollen viele Erwachsene nicht. Sie verstecken sich lieber in ihrer Rolle als Eltern oder Lehrperson.» Diese sollten sich dafür entscheiden, die Verantwortung für ihr Handeln und die Qualität der Beziehung zu übernehmen. Barbara Frischknecht ergänzte ihre Ausführungen mit Beispielen aus dem Schulalltag.

Einblick in Organisation

Heinrich van der Wingen gab den Herisauer Lehrpersonen einen Einblick in die Organisation und die Arbeit der Ausserrhoder Beratungsstelle für Flüchtlinge. Seit Januar 2014 hat die Gemeinde Herisau deren strategische und operative Führung inne. Der Leiter der Beratungsstelle erklärte Aufgaben wie die Sozialhilfe, die Beratung, die Familienzusammenführungen und die Integration – zum Beispiel punkto Sprache oder Arbeit. «Die allermeisten Flüchtlinge wollen etwas tun.» Heinrich van der Wingen informierte über das kantonale Integrationsprogramm, Abläufe, Programme, Zielvereinbarungen und Leistungsvereinbarungen mit verschiedenen Partnern, Organisationen und privaten Unternehmen.

«Gut aufgestellt»

Schulpräsidentin Annette Joos hatte den Konvent in der Aula Ebnet West eröffnet. «Die Schule Herisau ist gut aufgestellt. Das haben auch die vergangenen Evaluationen gezeigt», sagte sie. Die neuen Lehrpersonen wurden kurz vorgestellt. Den Abschluss des Konventes bildeten einige Informationen und ein Apéro. (pd)