Nicht bloss ein süsses Lächeln

BRUNNADERN. Nadia aus dem Stall von Christian Näf wurde zur Miss Brunnadern gekürt. Sie vereinte aus Sicht der Schaurichter die Attribute Aussehen, Leistung und Wirtschaftlichkeit von den mehr als 400 Tieren am besten.

Cornelia Forrer
Drucken
Teilen
Der Regen liess den Publikumsaufmarsch an der Viehschau Brunnadern schrumpfen. (Bild: Cornelia Forrer)

Der Regen liess den Publikumsaufmarsch an der Viehschau Brunnadern schrumpfen. (Bild: Cornelia Forrer)

Nicht nur für die Landwirtschaft selber, sondern für das ganze Dorf ist eine Viehschau immer ein Erlebnis. Dieses Jahr machte in Brunnadern der Regen leider dem Grossandrang einen Strich durch die Rechnung.

«Gerade so hat es noch nie geschüttet», erzählte ein Gast, der sich für eine Weile im Festzelt erholte, nachdem er sich die Prämierung der Missen unter beschirmtem Dach angeschaut hatte.

Doch selbst im Zelt blieb man vom Wasser nicht ganz verschont, denn unaufhörlich floss es von allen Seiten hinein und wer bloss Turnschuhe und nicht festes Schuhwerk trug, der hatte bald mal nasse und kalte Füsse. Er sei jedes Jahr dabei, wenn die Schönste der Schönen gekürt werde und sehe die Teilnahme auch als Wertschätzung für die Landwirtschaft an, deren grosser Tag eine Viehschau nun einmal sei, ergänzte der Zuschauer. «Am Abend steht die Miss Schweiz im Zentrum.

Hier aber in Brunnadern, reicht ein süsses Lächeln nicht, um Miss zu werden», fügte eine Dame am Festtisch an und lachte.

Hervorragende Qualität

Aussehen, Leistung und Wirtschaftlichkeit sind Attribute, die an einer Viehschau massgebend sind und auf den Entscheid der Schaurichter Einfluss nehmen. Aus der Auffuhr von mehr als 400 Tieren die schönsten herauszufinden, war Aufgabe von Andreas Huber aus Unterwasser, Gerald Scherrer aus Gams und Johann Roth aus St.

Peterzell. Martin Gasenzer aus Grabserberg bewertete das Jungvieh. Alle zeigten sich begeistert von der Qualität der aufgefahrenen Tiere. «Vor allem die Erstmelkkühe sind hier von beeindruckender Qualität», sagte Johann Roth und nickte dazu anerkennend. Weit über die Region und gar über den Kanton hinaus bekannte Viehzüchter wie Christian Näf, Niklaus Züst, Walter Huser, Kaspar Bleiker, Jakob Brunner oder Jakob Raschle (letztjähriger Miss Brunnadern-Besitzer), findet man unter den Namen der Viehzüchter, die im Viehzuchtverein Brunnadern beheimatet sind.

Marktchef Ruedi Lieberherr bietet immer auch die Sensation, im Innerschweizer Stil mit Original Braunvieh aufzufahren und damit einen weiteren Farbtupfer in die restlichen 14 Sennten zu bringen.

Namhafte Topzüchter

Christian Näf stellte letztes Jahr mit Nadia das schönste Rind und mit Winnie eine Schöneuterkönigin. Dieses Jahr wurde seine Nadia als Schönste aller Schönen und damit als Miss Brunnadern gekürt. Der stolze Missen-Besitzer durfte auch für die Zweitmelkkuh Banja den Schöneuterpreis entgegennehmen.

Walter Huser glänzte letztes Jahr mit Wanderpreisträgerin Loni, die auch den Schöneuterpreis 2009 einheimste. An der diesjährigen Viehschau war seine Anina der grosse Star, der die Herzen der Schaurichter höher schlagen liess. Dafür erzielte die Erstmelkkuh den Schöneuterpreis für jüngere Kühe. Für Kuh Malfa, Abteilung Kühe ab 3. Laktation, durfte Besitzer Niklaus Züst sowohl den Schöneuterpreis für ältere Kühe, als auch den Wanderpreis für ältere Kühe entgegennehmen. Den diesjährigen Wanderpreis für Rinder erzielte die Kuh Hirtz von Kaspar Bleiker.

Gute Laune

Dass grosse Erfolge wie Schöneuterpreise oder Missentitel auch gebührend gefeiert werden sollen, zeigte sich am Viehschauabend, der vom Landfrauenchörli Brunnadern und vom Echo vom Rütiberg musikalisch umrahmt wurde.

Die Brunnödliger Landfrauen hatten auch die Leitung des Herbstmarktes im Griff. Schade, dass ihnen Petrus die hoch verdiente Kundschaft etwas minimierte, denn ihr Angebot mitBackwaren, selbst gefertigten Werken und herbstlichen Gestecken hätten dies wahrhaft verdient gehabt.

Viel gehörtes Fazit des Viehschaufestes in Brunnadern dennoch: «Es ist einfach immer wieder schön».

Bild: Cornelia Forrer

Bild: Cornelia Forrer