Newcomer übernimmt SVP-Spitze

Anick Volger aus Speicher ist neuer Präsident der SVP AR. Die Delegierten haben den 30-Jährigen als Nachfolger von Edgar Bischof gewählt. Thematisiert wurde auch ein mögliches Manko.

Patrik Kobler
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Der neue Präsident Anick Volger flankiert von den Vizepräsidenten Inge Schmid und Mischa Fuhrer. (Bild: pk)

Der neue Präsident Anick Volger flankiert von den Vizepräsidenten Inge Schmid und Mischa Fuhrer. (Bild: pk)

TROGEN. Die Delegiertenversammlung der SVP AR am Dienstagabend in der «Krone» hatte ein Traktandum: die Wahl des neuen Präsidenten. Einziger Kandidat war Anick Volger. Die Parteileitung habe mit diversen Kandidaten Gespräche geführt, sagte Vizepräsident Michael Fuhrer. «Mit Volger können wir einen guten Kandidaten präsentieren, der die Strukturen der Partei kennt.» Der 30-Jährige ist seit 2011 Präsident der SVP Speicher und arbeitet in der Kantonalpartei seit 2014 im leitenden Ausschuss mit.

Souveräner Auftritt

Anders als sein Vorgänger Edgar Bischof gehört er noch nicht zu den gestandenen Grössen in der Ausserrhoder Politik. Umso gespannter durfte man auf seinen Auftritt vor den 54 Delegierten sein. Fazit: Anick Volger hinterliess einen guten ersten Eindruck. Er hatte sich in Schale geworfen und trug seine Ausführungen wie ein alter Hase vor. Er geriet auch dann nicht in Bedrängnis, als einzelne Votanten bemängelten, dass er nicht dem Kantonsrat angehört. Dieses Mankos sei er sich bewusst, sagte Volger. Er habe aber ein gutes Einvernehmen mit allen SVP-Kantonsräten und dürfe auch an den Fraktionssitzungen teilnehmen. Kantonsrat Christian Oertle meinte, von einem Manko könne keine Rede sein. Denn die Fraktion sei manchmal so auf einzelne Geschäfte fokussiert, dass es eine Chance sei, wenn Volger die Aussensicht einbringe. Die Wahl war Formsache. Eine Enthaltung verhinderte ein einstimmiges Resultat.

Nicht auf Lorbeeren ausruhen

Tief in die Karten blicken liess sich der neue Präsident noch nicht. Er werde bis Ende Jahr alle Ortssektionen besuchen, kündigte er an. Sowohl er als auch Michael Fuhrer beschworen die Einheit der Partei. Nur gemeinsam könne man Erfolg haben. «Wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern müssen den Elan aus den Wahlen mitnehmen und uns gemeinsam engagieren», sagte Anick Volger. Sein Vorgänger gehörte an der Delegiertenversammlung zu den Abwesenden. Edgar Bischofs Verdienste werden offiziell an der nächsten Generalversammlung gewürdigt.