Neustart mit rockigen Klängen

Acht Jahre sind seit der Gründung der Ausserrhoder Band Avalanche Prey vergangen. Es ist ruhig geworden um die drei Musiker. Mit dem Bandwettbewerb BandXost wollen sie neu durchstarten. Am Samstag spielen sie in Herisau.

Stephanie Sonderegger
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Seit der Gründung der Band sind schon einige Jahre vergangen, nun wollen Avalanche Prey neu durchstarten. (Bild: pd)

Seit der Gründung der Band sind schon einige Jahre vergangen, nun wollen Avalanche Prey neu durchstarten. (Bild: pd)

HERISAU. Wer sich im Internet auf die Suche nach einer Hörprobe der Band Avalanche Prey macht, geht zurzeit leer aus. «Wir haben bewusst alles gelöscht», sagt Sänger Max Nadig. Rund acht Jahre sind seit der Gründung der Band vergangen. Zeit, in der sich nicht nur die drei Musiker, sondern auch deren Musikstil verändert hat. «Mit den alten Songs waren wir nicht mehr zufrieden», so Nadig. Mit dem Auftritt beim BandXost-Nachwuchswettbewerb morgen im Pontem in Herisau wollen sie nun ein neues Kapitel aufschlagen – in Form einer 15minütigen Geschichte.

Band während Kanti gegründet

«Wir haben uns generell immer sehr für Musik interessiert», sagt Max Nadig. Zusammen mit Schulkollegen gründete er während der Zeit an der Kanti Trogen die Band Avalanche Prey und übte sich fortan im Gitarrespielen, was er zuvor noch nicht beherrschte. «Vieles ist damals durchs Probieren im Bandraum entstanden – so auch unsere ersten Songs», sagt der Sänger. Während der Maturarbeit hätten sie diese anschliessend aufgenommen und mischen lassen. Darauf folgten diverse Auftritte und Konzerte. Das ist inzwischen rund acht Jahre her. «In den letzten Jahren haben wir leider nicht viel gemacht», sagt Nadig, der in Zürich Informatik studiert und einer Teilzeitanstellung nachgeht. Schlagzeuger Samuel Lutz hingegen lebt und studiert in Chur, und der Teufner Eligio Amicabilie ist nach Basel gezogen, um sich seinem Biologiestudium zu widmen. Der Kontakt der drei Musiker blieb dennoch bestehen: Vor knapp zwei Jahren gründeten Max Nadig und Samuel Lutz mit weiteren Freunden das Internetradio radio-meltdown.ch, für welches sie auch als DJs unterwegs sind.

«BandXost» als Neustart

«Der Contest ist ein neues Projekt für uns. Er beflügelt, wieder mehr zu machen», so Max Nadig über den BandXost-Nachwuchswettbewerb. Dieser kam den drei Musikern mehr als gelegen, bestätigt er. «So sind wir wieder unter Druck, etwas zusammen zu machen», sagt der Sänger. Seit Juni arbeiten die Ausserrhoder inzwischen an ihrem Programm für den Auftritt im Pontem. Zweimal pro Woche treffen sie sich dazu in ihrem Proberaum, einem abgelegenen Stall im Saum in Herisau. Gute Vorbereitung ist den jungen Musikern wichtig. So haben sie sich ein ganz spezielles Konzept für den Abend des Auftritts überlegt: Eine 15minütige Show bestehend aus drei Songs soll es werden. «Wir haben eine Geschichte ausgearbeitet, die auf die drei Titel aufgeteilt wird und so fliessend mit Übergängen gespielt werden kann», erzählt Max Nadig. Das Schreiben von thematisch starken Texten sei ihnen wichtig, sagt er. «Wir gehen inzwischen in eine andere Richtung als früher.» Sowohl musikalisch als auch textlich habe sich einiges verändert: «Wir sind dynamischer geworden und haben mehr akustische Teile in unseren Songs.»

Wie das genau klingt, erfahren die Besucher des BandXost-Nachwuchswettbewerbs morgen abend. Denn verraten möchte Max Nadig noch nicht viel von den neuen Songs seiner Band, die sich aktuell von Künstlern wie The Dillinger Escape Plan inspirieren lassen. «Die machen Jazz mit Metal – sehr speziell.» Speziell könnte es aber auch bei Avalanche Prey werden – vielleicht sogar speziell gut.