NEUSTART: Erstklässler mit Applaus empfangen

Die Sommerferien sind vorbei und das Schuljahr beginnt. Es ist immer wieder ein Neuanfang für Jung und Alt, auch an der Primarschule Buchen in Speicher.

Samira Hörler
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Schulleiter Pascal Hofstetter begrüsst die neuen Erstklässler. (Bild: Samira Hörler)

Schulleiter Pascal Hofstetter begrüsst die neuen Erstklässler. (Bild: Samira Hörler)

Samira Hörler

samira.hoerler@appenzellerzeitung.ch

Gespannte Erwartung liegt in der Luft. Der noch leere Pausenplatz der Primarschule Buchen füllt sich langsam mit den fröhlichen Rufen der Schülerinnen und Schüler, die um 9.50 Uhr in die Pause entlassen werden. Sie stürmen zum Spielplatz, springen umher und schaukeln auf der «Gigampfi» auf und ab.

Gemächlich trudeln von allen Seiten die neuen Erstgixe an den Händen ihrer Eltern ein. Leicht nervös schauen sie immer wieder zu Mami und Papi auf und wissen nicht so recht, was sie von den ganzen Eindrücken halten sollen. Um 10.10 Uhr versammeln sich alle Klassen auf dem Platz und bilden einen Spalier aus Zweit- bis Sechstklässlern, durch welchen sich die neuen Erstklässler unter tosendem Klatschen in Richtung des Schulhauses begeben. Einige der neuen Schülerinnen und Schüler schauen auch dann noch ein wenig skeptisch drein, die Freude überwiegt aber schlussendlich.

Bedeutende Veränderungen

«Es ist für die Kinder nicht ganz einfach, so locker mit dem Schulbeginn umzugehen, wie dies vielleicht im Kindergarten der Fall war. Damals drehte sich vieles noch mehr ums Spielerische, auch in den Köpfen der Kinder», so Schulleiter Pascal Hof­stetter. Die Vorstellung, dass mit der ersten Klasse das Kindsein vorbei ist, sei jedoch falsch. Es werde ­darauf geachtet, dass die Kinder immer noch so viel Freizeit haben, dass sie sich austoben können. Gerade in den ersten drei Wochen wird von der Schule und den Lehrpersonen darauf Wert gelegt, dass innerhalb der zwei Erstklassen möglichst viel Beziehungsarbeit geleistet wird. Durch Kennenlern-Spiele soll der Klassenzusammenhalt gestärkt werden. Den Kindern wird es dadurch so leicht wie möglich gemacht, sich im neuen Umfeld einzuleben. Wenn die Erstgixe in die Klassenzimmer eintreten, erwartet sie der eigene Sitzplatz und schon vorbereitete Schul­materialien. Gerade am ersten Schultag ist es wichtig, Sicherheit zu vermitteln. Schliesslich kommen sie alle aus fünf verschiedenen Kindergärten, so dass viele sich hier das erste Mal sehen.

«Die Hausaufgaben werden auf ein Minimum reduziert, wobei es auch mal heissen kann, dass eine Aufgabe darin besteht, dass die Kinder mit ihren Eltern zu Hause den Schultag in aller Ruhe durchgehen. Denn die Anerkennung und Wertschätzung der eigenen Leistung durch die Eltern trägt merklich dazu bei, dass sich die Kinder wohler und bestätigt fühlen», sagt Pascal Hofstetter.

Der Nervosität, gerade der der Eltern, soll so früh wie möglich entgegengewirkt werden. Schon Ende des alten Schuljahres wurden abendliche Treffen einberufen, um die Eltern mit der Schule und den Lehrern bekannt zu machen und ihnen dadurch eventuelle Unsicherheiten zu nehmen. Denn der Übergang vom freieren Alltag während der Kindergartenzeit zur strukturierteren Tagesordnung ab der Einschulung fällt nicht allen leicht.