Neujahrsgruss im Roothuus-Stil

Auf den 2. Januar hatte das «Roothuus» zum musikalischen Neujahrsempfang eingeladen. Geboten wurde Appenzellermusik, die wohl keiner der zahlreichen Gäste zuvor je gehört hatte.

Louise Dörig
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Die Roothuus-Musik mit Matthias Weidmann am Cello (rechts). (Bild: dö)

Die Roothuus-Musik mit Matthias Weidmann am Cello (rechts). (Bild: dö)

Gonten. Im Mittelpunkt des Anlasses stand die Roothuus-Musig. Sie wurde geschaffen durch Matthias Weidmann, dem temporären Mitarbeiter im Zentrum für appenzellische Volksmusik in Gonten. In der kurzen Zeit seiner Tätigkeit hat er unzählige Schätze entdeckt, aufgearbeitet und teilweise publiziert. In der Roothuus-Musig spielt er meistens Cello; die Geigen sowie Hackbrett und Bass sind von jetzigen und ehemaligen seiner Schüler besetzt; am Samstag spielte Antonia Rempfler-Fritsche die Erste Geige.

Bach mit Hackbrett und Bass

Bereits der Auftakt in den Abend liess aufhorchen. Carola und Michaela, zwei Zürcher Oberländer Schülerinnen von Matthias Weidmann, spielten Werke von J. S. Bach auf Hackbrett und Bass. Dann aber wurde es echt appenzellisch. Die Auswahl der dargebotenen Musik war ungewöhnlich vielfältig. Sie reichte von besonnen und melancholisch bis zu rund und lüpfig.

Auch zwei Medleys mit ungewöhnlichen Zusammensetzungen – zum Beispiel aus Moldawien und Appenzell – waren zu hören. Nach Abschluss des Programms gesellten sich mehrere Gäste zur Gruppe und spielten mit.

Wiedergeburt für «Omsinge»

Viele Jahre lang war die Tradition des Neujahrssingens, des «Omsinge», eingeschlafen. Nun hat sie eine eigentliche Wiedergeburt erfahren.

Gleich fünf Gruppen sind es, die neu in Aktion sind, wie Roothuus-Geschäftsführer Joe Manser bemerkte. Eine davon, gekennzeichnet durch den schwarzen Fladenhut, sang auf feine Art Lieder wie «Es ist ein Ros entsprungen» oder «Wieder ist ein Blatt gefallen», aber auch andächtige Rugguusseli.

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