Neuheit im Strassenbau

Die Toggenburger E. Weber AG verwendet seit kurzem einen neuartigen Belag für Strassen.

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WATTWIL. Beim Strassenasphalt sind sich die Bauarbeiter bisher folgende Faktoren gewöhnt: Herstellung des Asphaltes in der Anlage mit rund 180 °C, Einbau des Mischgutes mit 140-150 °C, starker Bitumengeruch und unangenehme Dämpfe. Innovative Mischgutlieferanten haben diesen Negativpunkten den Kampf angesagt. Der neue Belag nennt sich Niedertemperatur-Asphalt.

Als erste Strassenbaufirma im Toggenburg hat sich die E. Weber AG an diesen neuen Belag getraut. Der Ersteinbau erfolgte für die neue Wohn- und Industrieerschliessung in der Wenkenrüti in Wattwil. Unter den kritischen Augen vieler interessierter Fachleute aus Unternehmung und Ingenieurbüros wurde dieser Belagseinbau ohne Probleme ausgeführt. Neu sind beim Niedertemperatur-Asphalt diese Faktoren: Mischgutaufbereitung mit nur 110 °C, Herstellung auf Basis «Schaumbitumen», Mischguttemperatur vor dem Walzen mit 90–100 °C. Die ausgeführte Teststrecke wird nun weiterhin beobachtet, damit die Erfahrungswerte bei weiteren Einbauten zugunsten der Bauherren eingesetzt werden können. Der Niedertemperatur-Asphalt hat folgende Vorteile: Direkte und indirekte Reduktion der CO2-Emissionen bei der Mischgutproduktion, Reduktion des Verbrauches fossiler Brennstoffe, weniger Dämpfe, Hitze und Geruch beim Einbau sowie geringere thermische Beanspruchung des Bindemittels während der Herstellung mit positivem Effekt auf das Alterungsverhalten der Beläge. (pd/aru)

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