Neugestaltetes Oberdorf

Das Oberdorf in Hemberg soll umgestaltet, der Kirchplatz der katholischen Kirche aufgewertet werden. Am Donnerstagabend informierten die Verantwortlichen die Anwohner.

Urs M. Hemm
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Anwohner studieren das Modell der geplanten Neugestaltung.

Anwohner studieren das Modell der geplanten Neugestaltung.

Urs M. Hemm

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@toggenburgmedien.ch

Rund 20 Personen, unter ihnen der Hemberger Gemeindepräsident Christian Gertsch, wohnten am Donnerstagabend den Ausführungen von Kirchenratspräsident Max Fent sowie Jörg Rüesch, Architekt und Denkmalpfleger, bei. Sie stellten die Pläne zur Neugestaltung des Kirchplatzes der katholischen Kirche vor, welche unter anderem den Abbruch des Hauses «Heidi» und den Neubau von zwei Mehrgenerationenhäusern vorsehen.

Kirche soll einen schönen Vorplatz erhalten

«Die Bausubstanz des Hauses Heidi ist in einem desolaten Zustand», führte Jörg Rüesch aus, so dass nur ein Abbruch in Frage komme. An dessen Stelle sollen zwei neue Bauten entstehen, die sich sehr gut ins Ortsbild einfügen würden. Zudem sei eine Tief­garage für die neuen Eigentümer geplant, die jedoch auch Platz für andere Mieter bieten würde, welche ihre Fahrzeuge geschützt abstellen wollten.

Finanziert würden die Neubauten vorläufig von der katholischen Kirche. «Wir haben ausgiebig darüber diskutiert», sagte Max Fent. Denn die Kirche wolle nicht als Immobilienmakler auftreten. «Ziel ist, die Wohnungen so bald als möglich zu veräussern.» Eine in Auftrag gegebene Expertise besage, dass das Pfarrheim zu den schützenswerten Gebäuden gehöre, das Haus Heidi hingegen keinen historischen Wert habe und somit abgebrochen werden könne . «Am 8. April hat die Bürgerschaft der katholischen Kirche Hemberg dem Kauf des Hauses Heidi an der ordentlichen Bürgerversammlung zugestimmt. Zudem wurde der Kredit für die Vergrösserung und Neugestaltung des Vorplatzes gesprochen.» Mit dieser Verschönerung profitiere das ganze Oberdorf, indem auch die Häuser aufgewertet würden.

«Für uns war es im Rahmen der Planung wichtig, dass die Kirche wieder einen schönen, dem Bau angemessenen Vorplatz erhält», erläuterte Architekt und Denkmalschutzbeauftragter Jörg Rüesch. Das eine Haus soll ein gemauertes Haus werden, welches den Bezug zur Kirche herstellt. Das zweite Haus solle aus Holz gebaut werden. Käufer für die Wohnungen sind auch schon vorhanden. Zwei Familien, alle Elternteile arbeiten am Sonderschulinternat, haben ihr Interesse bekundet und sich für den Bau der zwei Neubauten eingesetzt. Max Fent ist überzeugt, dass durch dieses Projekt die «Wohnqualität im Oberdorf gesteigert wird».