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Das neue Team des FC Herisau verfällt in alte Gewohnheiten

Herisau unterliegt trotz einer Führung zum Rückrundenauftakt der 2. Liga zu Hause Arbon 1:3. Die Entscheidung fällt extrem spät durch einen Doppelschlag eines Jokers.
Lukas Pfiffner
Am Einsatz fehlt es nicht: Der Herisauer Verteidiger Nikola Gavrilovic kommt diesmal aber gegen Lirim Saliji zu spät. (Bild: PF)

Am Einsatz fehlt es nicht: Der Herisauer Verteidiger Nikola Gavrilovic kommt diesmal aber gegen Lirim Saliji zu spät. (Bild: PF)

Das nennt man eine Erneuerung der sehr gründlichen Art. Nur gerade zwei Herisauer Spieler, die am 3. November im letzten Spiel des alten Jahres gegen Bronschhofen zur Startformation gehört hatten, liefen vorgestern zum Rückrundenauftakt wieder ein: Captain Luca Keller sowie Mittelfeldspieler David Bischof. Und Einwechselspieler inbegriffen gaben am Samstagnachmittag gegen Arbon nicht weniger als zehn Akteure ihr Saisondebüt bei den Ausserrhodern.

Rekordverdächtig ist auch die Zahl von neun Vorbereitungsspielen, die der FCH im Februar und März absolviert hatte, um das grosse Kader zu sichten und sich zu finden. Trotzdem wartet er nach wie vor auf den ersten Sieg seit dem 8. September und dem 5:2 gegen Rapperswil-Jona. In den acht darauffolgenden Partien hat Herisau immer nur einen oder keinen Treffer geschossen.

Die Arboner Siegtore eingewechselt

«Ihr hättet mehr verdient gehabt», sagte Arbons Torhüter Timo Straub nach dem Schlusspfiff zu Herisaus Trainer Marcel Engetschwiler. Dieser war gleicher Meinung: «Ein Punkt wäre für beide in Ordnung gewesen.»

Es fehlte wenig zu einem Unentschieden. 1:1 stand es noch nach 89 Minuten. Nach einer Hereingabe von links waren sich dann aber die Herisauer im Zentrum nicht einig – der zwölf Minuten zuvor auf das Feld gekommene Dardan Sevkiu schoss zum 1:2 ein. Und der gleiche Arboner wurde - als schon die Nachspielzeit lief - freigespielt, er durfte zum 1:3 abschliessen. Während der Joker der Thurgauer seinen Lauf kaum fassen konnte und sich begeistert feiern liess, war den eingewechselten Gastgebern dagegen kein Glück beschieden: Die erste Aktion Petersens endete mit einem Abpraller an einem Arboner, dessen Abwehr mit einem Handspenalty wohl zu streng geahndet gewesen wäre (84.). Und als sich die Herisauer endlich einmal flach durch die Gästeabwehr kombiniert hatten, fiel Tolinos Schuss (88.) zu schwach aus.

Für niemanden ein Übergewicht

Ausserrhoder und Thurgauer zeigten sich gleichermassen kämpferisch, aber fehlerbehaftet. Läuferisch willig, aber nervös. Ein Übergewicht für eine längere Spielphase vermochten sich weder Herisau noch Arbon zu verschaffen. Erstaunlicherweise musste die Partie auf dem Kunstrasen im Kreckel ausgetragen werden; mit den engen Dimensionen hatten beide Mannschaften ihre Mühe.

In der ersten Halbzeit gab es praktisch keine nennenswerte Aktion in Tornähe. Drei Minuten nach der Pause gingen die Einheimischen in Führung. Junior Gilberto Pereira Laurentino, kleiner und flinker Flügelmann, wurde bei seinem Vorstoss nicht gestört: Der 19-jährige Zuzug aus Gossau schoss flach zum 1:0 ein. Der Ausgleich kam sofort (50.), weil Saliji eine hohe Hereingabe mit dem Kopf übernehmen konnte und dem neuen Torhüter Steiner keine Chance liess. Der ist einer von nicht weniger als vier Spielern, die aus Winkeln nach Herisau gekommen sind. Seine auffälligste Szene hatte Steiner kurz nach der Pause, als er einen tückisch in die entfernte Ecke getretenen Freistoss Salijis noch ablenken konnte.

Mit Armen, Fingern und Augen kommuniziert

Bemerkenswert beim Start in den Fussballfrühling: Der Schiedsrichter, Tuncay Niederberger, kann weder hören noch sprechen, weil er als Kleinkind einen Gehörsturz erlitten hat. Niederberger ist in der Türkei geboren und hat den Namen seiner Frau angenommen. Er kommunizierte mit Armen, Fingern und Augen. An seinem Oberarm meldete eine Manschette Impulse der beiden Assistenten von der Linie.

Herisau – Arbon 1:3 (0:0)

Kreckel. – 110 Zuschauer. – Sr. Niederberger.

Tore: 48. Laurentino 1:0. 50. Saliji 1:1. 89. Sevkiu 1:2. 91. Sevkiu 1:3.

Herisau: Steiner; Machado, Keller, Gavrilovic, Wieland; Ehrbar (83. Petersen), Bischof (89. Yildirim), Cabernard (65. Tolino), Mayer, Laurentino; Lanker (72. A. Schoch).

Arbon: Straub; Meister, Bont, Nesimi, Kribel; Ciullo (46. Evci), Egger (77. Sevkiu), Mevmedoski, Saliji (70. Vogt); Montinaro, Haltinner.

Bemerkungen: Verwarnungen: 27. Meister (Foul), 85. Vogt (Foul).

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