Neuer Vorstand für die FDP Neckertal

Am 14. April lud der Vorstand der FDP Neckertal zur Hauptversammlung nach St. Peterzell ein. Es hat sich gezeigt, dass es kaum möglich ist, jemanden zu finden, der aus dem Stand heraus das Präsidium einer Partei übernimmt.

Peter Bünzli
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Der neue Vorstand der FDP Neckertal (von links): Matthias Seelhofer, neuer Aktuar; Claudia Scherrer-Eisenhut, neue Kassierin; Annalisa Kern, scheidende Kassierin; Peter Bünzli, neuer Interimspräsident; Fabienne Bünzli, Nationalratskandidatin Jungfreisinnige; Imelda Stadler, Nationalratskandidatin FDP. (Bild: pd)

Der neue Vorstand der FDP Neckertal (von links): Matthias Seelhofer, neuer Aktuar; Claudia Scherrer-Eisenhut, neue Kassierin; Annalisa Kern, scheidende Kassierin; Peter Bünzli, neuer Interimspräsident; Fabienne Bünzli, Nationalratskandidatin Jungfreisinnige; Imelda Stadler, Nationalratskandidatin FDP. (Bild: pd)

Am 14. April lud der Vorstand der FDP Neckertal zur Hauptversammlung nach St. Peterzell ein.

Es hat sich gezeigt, dass es kaum möglich ist, jemanden zu finden, der aus dem Stand heraus das Präsidium einer Partei übernimmt. Aus diesem Grund hat sich Peter Bünzli bereit erklärt, für den erkrankten Interimspräsidenten einzuspringen. Sein Ziel ist es, zusammen mit den neu gewonnenen Vorstandsmitgliedern die Parteileitung sukzessive zu verjüngen und damit Kontinuität zu gewährleisten. Danach möchte er sein Amt in absehbarer Zukunft gerne in jüngere Hände legen.

Neu im Vorstand ist Claudia Scherrer-Eisenhut. Sie ist in Brunnadern aufgewachsen und nach einiger Zeit auswärts wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Sie ist mit ganzem Herzen Brunnödligerin und Neckertalerin und hat mit ihrem Engagement im Gewerbeverein und bei der Kompletterneuerung des Spielplatzes Rössliwiese ihr grosses Engagement bewiesen. Als zweite Persönlichkeit konnte Matthias Seelhofer gewonnen werden. Er ist in Nassen aufgewachsen und wohnt mittlerweile mit seiner jungen Familie in Mogelsberg. Vielen dürfte er aus seiner Tätigkeit im ehemaligen Unihockeyclub Neckertal bekannt sein. Er ist ebenfalls jemand, der zupackt und organisieren kann.

Auf allen Ebenen gilt es nun permanent, Herausforderungen anzunehmen und sie einer zukunftsorientierten Lösung zuzuführen. Dazu braucht es Frauen und Männer, die nebst einem guten Verstand und einem einwandfreien Charakter auch Schaffenskraft und Willen mitbringen. Dazu gehört aber auch eine positive und optimistische Einstellung zur Zukunft, ohne dabei jedoch das Augenmass für das Machbare zu verlieren. Nebst klaren Stellungnahmen zu politischen Vorlagen ist es die wichtigste Aufgabe der FDP, Menschen zu suchen, die zum liberalen Gedankengut stehen, und sie auf ihre Mitarbeit anzusprechen. Ihre Kandidatinnen und Kandidaten sollen für die Wählerinnen und Wähler klar einschätzbar sein und für sie soll Weitsicht nicht nur eine Augenkrankheit sein, betont der neue Präsident.

Am gleichen Abend präsentierten sich die beiden Nationalratskandidatinnen aus dem Toggenburg. Es ist dies Imelda Stadler, bewährte Gemeindepräsidentin aus Lütisburg, Kantonsrätin und bestens bekannt in Turnerkreisen. Schon vor vier Jahren hat sie mit ihrer Dynamik überzeugt und einige Kandidaten ordentlich ins Schwitzen gebracht.

Auf der Liste der Jungfreisinnigen kandidiert Fabienne Bünzli. Sie ist in Brunnadern aufgewachsen und hat im letzten Sommer ihr Master-Studium an der Universität in Zürich erfolgreich abgeschlossen. Vom Polit-Virus wurde sie am elterlichen Tisch angesteckt und sie wirbelt zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Jungpartei für die diversen Anliegen der FDP durch den ganzen Kanton. Sie ist öfters an Standaktionen in diversen Gemeinden anzutreffen und liebt den Kontakt zu den Leuten.

Glen Aggeler, Leiter der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Toggenburg, verstand es in seinem Referat im Anschluss an die Versammlung ausgezeichnet, die vielfältigen Aufgaben seiner Behörde aufzuzeigen. Im Zentrum steht vor allem die Hilfe zu Selbsthilfe. Es wird nur so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig eingegriffen. Ziel seines Teams ist es, Menschen, die Hilfe benötigen, zu schützen und für sie einzustehen. Zum Beispiel, wenn es um den Schutz ihrer Vermögenswerte geht. Allein im Toggenburg ist die Behörde für einen dreistelligen Millionenbetrag verantwortlich. Ein grosses Thema ist es auch immer, wenn jemand in einer geschlossenen Anstalt untergebracht werden muss oder andere Zwangsmassnahmen angeordnet werden sollen.

Der Fall «Flaach» und die damit verbundene Negativkampagne der Medien hat das Image der Kesb zu Unrecht in ein schiefes Licht gerückt. Eine Behörde untersteht dem Amtsgeheimnis, und gerade in solchen Fällen wird es für sie sehr schwierig, sich gegen Unwahrheiten zu verteidigen.

Im Unterschied zur früheren Organisation überprüft die Kesb zum Wohl der Betroffenen in kurzen und regelmässigen Abständen, ob die angeordneten Massnahmen noch angebracht sind oder sich die Situation bereits zum Positiven verändert hat. Für alle Beteiligten ist es wichtig, dass über die Aufgaben und die Arbeit der Kesb breit und seriös informiert wird, damit in der Bevölkerung vermehrt bekannt wird, welches der eigentliche Zweck der Behörde ist und wie viel Positives sie täglich leistet.