Neuer Standort wird abgeklärt

HERISAU. Für dieses Jahr war der Bau eines Mehrzweckraums auf der Herisauer Sportanlage Ebnet angekündigt. Das Projekt verzögert sich nun weiter: Nachdem die Sportvereine unzufrieden mit dem Standort waren, bessert die Gemeinde nach.

Johannes Wey
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Statt unter dem Tribünendach soll nun ein weiterer Standort für den Mehrzweckraum auf dem Ebnet geprüft werden. (Bild: jw)

Statt unter dem Tribünendach soll nun ein weiterer Standort für den Mehrzweckraum auf dem Ebnet geprüft werden. (Bild: jw)

Das Ringen der Vereine um einen Mehrzweckraum bei der Sportanlage Ebnet geht in die nächste Runde: Seit rund einem Jahrzehnt laufen Bestrebungen, ein Lokal für die Herisauer Sportclubs zu bauen. Es soll Raum bieten für Vereinsanlässe, das gastronomische Angebot bei Sportanlässen, aber auch für Schulungen und Seminare.

Weiteren Standort prüfen

Die IG Sport Region Herisau, die treibende Kraft hinter dem Projekt, stellte an ihrer letztjährigen Hauptversammlung die Realisierung für das Jahr 2013 in Aussicht (Kasten). Die Gemeinde hatte einen Beitrag ins Budget aufgenommen, und auch der Kantonale Sportfonds hat Gelder zugesagt. Doch nun kommt es zu Verzögerungen. «Derzeit prüfen wir einen alternativen Standort», sagt Max Eugster, der als Vorsteher des Ressorts Hochbau die Gemeinde als Bauherrin vertritt. Doch aufgeschoben heisst noch lange nicht aufgehoben: «Der Bau des Raums ist nach wie vor für 2013 budgetiert.» Sollte das Projekt zur Spruchreife gelangen, muss der Gesamtkredit von rund 240 000 Franken allerdings noch vom Einwohnerrat abgesegnet werden.

Vereine hatten Bedenken

Richtig unglücklich über den erneuten Aufschub ist Bruno Eugster, Vorstandsmitglied der IG Sport, nicht. «Der Standort des Mehrzweckraums auf der Tribüne der Sportanlage wurde von der Gemeinde bestimmt. Die Sportvereine waren davon nicht begeistert.» Nun nimmt die Gemeinde Rücksicht darauf. Insbesondere der FC Herisau, der das Projekt ursprünglich angestossen hatte, hatte Bedenken gegenüber der Tribüne als Standort.

Der Mehrzweckraum, den er explizit nicht «Vereinslokal» nennen will, ist laut Bruno Eugster von grosser Bedeutung – nicht zuletzt aus finanzieller Sicht: «Mit einem erweiterten gastronomischen Angebot könnten Einnahmen erzielt werden, die alle Vereine gut gebrauchen könnten», ist er überzeugt. Schliesslich versuchten diese, ihre Mitgliederbeiträge so tief wie möglich zu halten.

Das Vorstandsmitglied der IG Sport hofft, dass die weiteren Abklärungen nun «speditiv» über die Bühne gehen und das Gemeindeparlament bald über die Kreditvorlage abstimmt. «Der Ball liegt wieder bei den Behörden», so Bruno Eugster.

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