Neuer Schäfli-Brunnen

Brunnengenossenschaft Oberbazenheid

Josef Moser
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Die Dorfkorporation Bazenheid ist Eigentümerin des neuen Schäfli-Brunnens. (Bild: PD)

Die Dorfkorporation Bazenheid ist Eigentümerin des neuen Schäfli-Brunnens. (Bild: PD)

Vergangenen Freitag trafen sich 21 Teilhaber der Brunnengenossenschaft Oberbazenheid im Restaurant Post zur jährlichen Hauptversammlung.

Nach den Willkommensgrüssen durch Präsident Max Keller erfolgte die speditive Abwicklung der statuarischen Traktanden. Kassier Reto Bernhardsgrütter wies eine leichte Vermögensverminderung aus. Höhepunkt des letztjährigen Genossenschaftsjahres war die Errichtung des neuen Schäfli-Brunnens, beim ehemaligen Restaurant Schäfli, welches 2006 nach über 350 Jahren die Türen für immer schloss. Der Brunnenplatz reicht mit Sicherheit bis ins Mittelalter zurück, als in unmittelbarer Umgebung einerseits das gräflich-toggenburgische Gericht, ab 1468 das Niedergericht des Gerichts Bazenheid tagte und andererseits die Bewohner von Oberbazenheid und Bräägg an der jährlichen Dorfversammlung unter der Linde ihre bäuerlichen Angelegenheiten regelten.

Der neue Wasserspender stammt aus der Werkstatt Guido Allenspach, Oetwil. Christian Mäder schuf den granitenen Zweibettbrunnen mit dem Dorfwappen der beiden Rücken an Rücken stehenden Löwen auf der Frontseite. Den Abbruch des über 100-jährigen baufälligen Brunnens, der von der äusseren Gestalt her noch an die land- und hauswirtschaftliche Nutzung erinnerte, die Fundation, die neue Platzgestaltung und die Ableitung zum bestehenden Schacht bewerkstelligte Köbi Helg mit den Leuten seines Baugeschäfts. Armin Rütsche besorgte die Sanitärarbeiten. Ein besonderer Dank geht an die Dorfkorporation Bazenheid, welche als Eigentümerin des Brunnens die nötigen finanziellen Mittel bereitstellte und im Rahmen des Notwasserkonzepts von der Brunnengenossenschaft die tadellose Wartung und die Kontrolle der drei Brunnen unseres Rayons zugesichert bekommt. Für den Unterhalt stellen die Brunnenmeister Thomas Hardegger, Hans Fust und Hans Scherrer ihre freie Zeit zur Verfügung.

Josef Moser