Neuer Rundweg wird verworfen

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Hemberg Mit dem Voranschlag 2017 hat die Bürgerschaft einem Kredit für den Neubau eines Rundwegs im Gebiet Dreieggli zugestimmt. Die Projektidee beruht auf einem genehmigten Sondernutzungsplan (Überbauungsplan Dreieggli) und Teilstrassenplänen aus den Jahren 2002 und 2006. Der Plan des Gemeinderates war es, einen etwas kürzeren und rollstuhlgängigen Rundweg anhand einer Projektstudie noch in diesem Jahr umzusetzen.

Im heutigen Mitteilungsblatt erklärt der Hemberger Gemeinderat, dass mit den betroffenen Anstössern und Grundeigentümern des geplanten Rundwegs anlässlich einer Begehung vor Ort die Projektidee diskutiert worden sei. Im Anschluss daran konnten sich die involvierten Kreise schriftlich zum Projekt äussern. Auf der Gemeindekanzlei seien nun von fünf Grundbesitzern ausführliche Schreiben mit mehrheitlich abschlägiger Haltung eingegangen.

Privatsphäre könnte gestört werden

Der Gemeinderat habe sich im Verlauf des Jahres an verschiedenen Sitzungen intensiv mit dem Geschäft befasst und komme nun zum Schluss, das Projekt zu sistieren, schreibt er. Ausschlaggebende Gründe für die Sistierung seien einerseits der doch kräftige Widerstand, der sich seitens der Grundeigentümer gegenüber dem im rechtskräftigen Überbauungsplan Dreieggli eingetragenen Fussweg formiert habe. Dies könne zu längeren Auseinandersetzungen führen, steht im Gemeindeblatt.

Andererseits hat den Gemeinderat das Abwägen der Kosten und des Ressourceneinsatzes gegenüber dem tatsächlichen Nutzen, respektive dem nur teilweise vorhandenen Interesse gerade der Anlieger, dazu bewogen, die Idee fallen zu lassen. Die vorgebrachten Gründe liegen vorwiegend in der Störung der Privatsphäre. Zudem könne die ursprüngliche Idee, einen für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer durchgängigen Weg zu schaffen, aus terraintechnischen Gründen nicht umgesetzt werden, heisst es. Der Gemeinderat behalte es sich vor, etwa bei einer anstehenden Ortsplanungsrevision, die Projektidee wieder aufzugreifen und vielleicht mit einem anderen Wegverlauf zu realisieren. «So kann leider eine Idee, welche im Jahre 2002 in guter Absicht entworfen wurde, aufgrund der Gegebenheiten nicht umgesetzt werden», schreibt die Kanzlei.