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Neuer Leiter für Geriatrie Wattwil

WATTWIL. Vor fünf Jahren wurde im Spital Wattwil eine akutgeriatrische Abteilung als Teil des kantonalen Geriatriekonzeptes eingeweiht. Seit 2008 hat diese 22 Betten und seit dem 1. September 2011 einen neuen leitenden Arzt: Der Nachfolger des pensionierten Hans Bachmann ist Bernard Kistler.
Hansruedi Kugler
Setzen auf das Standbein Geriatrie für das Spital Wattwil: (von links) Jürg Winnewisser (Chefarzt Medizin), Bernard Kistler (Leitender Arzt Geriatrie), Agnes Heiniger (Stationsleiterin Geriatrie) und René Fiechter (CEO Spitalregion Fürstenland Toggenburg). (Bild: Hansruedi Kugler)

Setzen auf das Standbein Geriatrie für das Spital Wattwil: (von links) Jürg Winnewisser (Chefarzt Medizin), Bernard Kistler (Leitender Arzt Geriatrie), Agnes Heiniger (Stationsleiterin Geriatrie) und René Fiechter (CEO Spitalregion Fürstenland Toggenburg). (Bild: Hansruedi Kugler)

Bernard Kistler ist in Wattwil kein Unbekannter. Zwei Jahre seiner Assistenzarzt-Zeit hat er am Spital Wattwil verbracht. Das ist zwar schon zehn Jahre her. Sein weiterer Werdegang prädestiniert ihn trotzdem für seine künftige Tätigkeit in Wattwil. Von 2007 und 2009 war er wieder in Wattwil, dannzumal als Oberarzt in der Medizin. Und die letzten beiden Jahre war er Oberarzt in der Geriatrischen Klinik St. Gallen. Dort, im Bürgerspital, ist das kantonale Kompetenzzentrum für Geriatrie untergebracht.

Wichtiges Standbein für Wattwil

Bernard Kistler sei also der ideale Mann für die weitere Umsetzung der kantonalen Spitalplanung im Bereich Geriatrie, findet René Fiechter, CEO der Spitalregion Fürstenland Toggenburg. Geriatrie ist nämlich nicht nur eines der wichtigen Standbeine des Spitals Wattwil. Es ist in der geforderten Spezialisierung und kantonalen Zusammenarbeit auch ein Standbein, das künftig noch wichtiger wird. Schon die Demographie spricht eine deutliche Sprache: Der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung wird von 14,4 Prozent im Jahr 2000 auf 25 Prozent im Jahr 2040 ansteigen.

Politik fördert Geriatrie

Die Etablierung der Geriatrischen Abteilungen in den St. Galler Spitälern fällt in die Amtszeit der derzeitigen Gesundheitschefin, Regierungsrätin Heidi Hanselmann. «Schon bei meiner Wahl 2004 war es mir ein besonderes Anliegen, dass das Geriatrie-Konzept nicht in den Schubladen verschwindet.» So ist es denn auch umgesetzt worden. 2005 verabschiedete das St. Galler Kantonsparlament das «Konzept stationäre geriatrische Versorgung» und schon ein Jahr später wurde in Wattwil die akutgeriatrische Abteilung offiziell eingeweiht – als zweite neben dem Zentrum in St. Gallen und nach derjenigen im Spital Altstätten. Allerdings musste nach der Beinahe-Schliessung des Spitals 2004 und der Verlegung der Geburtenabteilung nach Wil einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden: «Die anfänglich skeptische Haltung in der Region ist in der Zwischenzeit einer breiten Unterstützung gewichen», sagt Heidi Hanselmann heute.

Erfahrungen seit 1976

Oberstes Ziel der Akutgeriatrie ist die grösstmögliche Selbständigkeit und Selbstbestimmung – die meisten Patienten sollen nach dem Spitalaufenthalt wieder an ihren vorherigen Lebensort zurückkehren können. Deshalb gehören zum Beispiel Hausbesuche für Abklärungen der dortigen Einrichtungen ebenso zur Aufgabe wie die medizinische Behandlung und Betreuung.

Schon seit 1976 hatte das Spital Wattwil eine Geriatrische Abteilung. Neun Betten standen zur Verfügung, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 100 Tage. Dies hat sich stark verändert. 1996 wurde die Bezugs- und Übergangspflege eingeführt: Für jeden Patienten war eine diplomierte Pflegende verantwortlich, ein Stübli als soziales Zentrum für Essen, Aktivität und Begegnung wurde eingerichtet und mit Hausbesuchen und Probewohnen wurde die gezielte Austrittsplanung etabliert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Geriatrie Wattwil ist so über die Jahre auf 18,5 Tage gesunken.

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