Neuer Kindergarten fürs Hofjünger

WATTWIL. Nach rund zweieinhalbmonatiger Bauzeit sind die Umbauarbeiten für den neuen Kindergarten im Schulhaus Hofjünger abgeschlossen. Zudem konnte die Neugestaltung des Pausenplatzes wie geplant umgesetzt werden. Neu dominiert ein Hügel den Platz vor dem Schulhaus.

Urs M. Hemm
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Der neue Kindergarten im Hofjünger besteht aus zwei individuell nutzbaren Räumen, die durch einen Durchgang miteinander verbunden sind. (Bilder: Urs M. Hemm)

Der neue Kindergarten im Hofjünger besteht aus zwei individuell nutzbaren Räumen, die durch einen Durchgang miteinander verbunden sind. (Bilder: Urs M. Hemm)

Schaukel, Rutschbahn, Kletterturm, Schwebebalken, Sandkasten und ein Fussballplatz: Was wollen Schulkinder mehr auf ihrem Pausenplatz. All das und viel Platz für Phantasie bietet der umgebaute Pausenplatz beim Schulhaus Hofjünger in Wattwil. Nach rund zweieinhalbmonatiger Bauzeit wurden die Neugestaltung des Platzes sowie der Umbau zweier ehemaliger Schulzimmer zu einem Kindergarten abgeschlossen.

Kostenrahmen eingehalten

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf der Arbeiten», sagt Marco Knaus, Leiter der Schulverwaltung und Mitglied der Baukommission der Schulgemeinde Wattwil-Krinau. Die Pläne für den Pausenplatz wie auch für den neuen Kindergarten hätten eins zu eins umgesetzt werden können. Einzig der Boden im neuen Kindergarten sei in schlechterem Zustand als erwartet gewesen, sagt Knaus, was einige zusätzliche Arbeit erfordert habe.

Die Kosten für die Neugestaltung des Pausenplatzes belaufen sich wie budgetiert auf rund 50 000 Franken, wovon 8300 Franken die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Mittleres Toggenburg beisteuert. Die Sanierung der zwei Schulzimmer mit der Umgestaltung zum Kindergarten erfolgte im Rahmen des ordentlichen Liegenschaftsunterhaltes und kostet etwa 75 000 Franken. «Ursprünglich war dieser Betrag für die Sanierung des Pausenhallendachs des Schulhauses Risi eingeplant. Da sich im Zuge der Planung der Gesamtsanierung der Schulanlage Risi zeigte, dass die Pausenhallendachsanierung damit günstiger realisiert werden kann, wurde das Projekt zurückgestellt und der im ordentlichen Unterhalt enthaltene Betrag für die Sanierung der Schulzimmer im Schulhaus Hofjünger eingesetzt», erläutert Marco Knaus.

Durchdachtes Konzept

Der neue Kindergarten ist in zwei Räume aufgeteilt. Dabei ist das eine Zimmer mehr auf Gruppenaktivitäten, wie beispielsweise das gemeinsame Singen, ausgelegt. Im anderen Raum stehen zurzeit Tische für kleinere Gruppen. Beide Räume können jedoch individuell den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden.

Das Schulhaus Hofjünger besuchen Kinder vom Kindergarten bis und mit der zweiten Klasse. Dementsprechend ist auch das Konzept des neugestalteten Pausenplatzes ausgelegt. «Viele Elemente, so zum Beispiel der Kletterturm oder die Schaukel, waren bereits vorhanden», sagt Marco Knaus. Alleine schon aus Kostengründen habe man bei der Planung versucht, Bestehendes wo möglich zu erhalten und den Platz lediglich durch weitere Komponenten zu ergänzen. Am augenfälligsten dabei ist der rund 2,5 Meter hohe Hügel, der den Pausenplatz dominiert. «Im Sommer können die Kinder mit der Rutschbahn spielen, im Winter eignet sich der Hügel wunderbar zum Schlitteln», sagt er. Die Begrünung sei jetzt zwar noch etwas spärlich. Wenn die Bäume und Sträucher aber grösser geworden sind, würden sie sich nicht nur für den Anschauungsunterricht eignen, sondern auch Schatten spenden. Ebenfalls ein neues Element ist eine Sitzecke, die sich im Sommer auch als Outdoor-Schulzimmer nutzen lasse. Die Sitzecke mit Tisch ist aber auch für Eltern gedacht, die den Spielplatz am Abend oder am Wochenende nutzen wollen. Denn der Spielplatz ist auch ausserhalb der Schulzeit öffentlich zugänglich und nutzbar.

Um zu verhindern, dass Kinder etwa unkontrolliert einem Ball nachrennen, der beim Fussballspielen auf die Hofjüngerstrasse rollt, wurden beim Eingang neue Abschrankungen installiert. Die alten Abschrankungen wurden aber nicht entsorgt, sondern dienen jetzt als Spielgerät auf dem Spielplatz.

Etwas Besonderes haben sich die Planer beim Sandkasten einfallen lassen. Dieser ist in drei Becken aufgeteilt, wobei in dem einen natürlich Sand ist. In einem zweiten befindet sich grober Kies, im dritten Schotter. «Bei diesem Becken ist die Idee, es immer wieder mit anderen Materialien zu füllen.» So könne es beispielsweise mal mit Tannenzapfen, mal mit einem anderen natürlichen Material gefüllt werden, so dass die Kinder barfuss die Unterschiede unmittelbar erfahren könnten.

Sicherheit gross geschrieben

Bereits mit an der Planung beteiligt war Daniel Rhiner, der bfu-Sicherheitsexperte der Gemeinde. «So konnte Daniel Rhiner schon im frühen Stadium der Planung Vorschläge machen, so dass die Anlage den Richtlinien der bfu entspricht und die Sicherheit der Kinder gewährleistet ist», sagt Marco Knaus. Daniel Rhiner war es auch, der den fertig gestalteten Pausenplatz auf seine Sicherheit hin überprüfte und für die Kinder frei gab.

Öffentliche Besichtigung des neuen Kindergartens und des Pausenplatzes Schulhaus Hofjünger: Dienstag, 15. September, 16 bis 18 Uhr.

Der Pausenplatz bietet viele Spielmöglichkeiten.

Der Pausenplatz bietet viele Spielmöglichkeiten.

Marco Knaus Leiter Schulverwaltung Schulgemeinde Wattwil-Krinau

Marco Knaus Leiter Schulverwaltung Schulgemeinde Wattwil-Krinau