Neuer Kassenknüller geplant

Film Nach dem Silvesterchlausen widmet sich Erfolgsregisseur Thomas Rickenmann einem weiteren Hinterländer Brauch. Für dieses Filmprojekt spannt er mit dem Herisauer Kino Cinetreff zusammen.

Patrik Kobler
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«Jetzt zünden wir die zweite Stufe», sagt Yves Noël Balmer. Vor zehn Jahren hat er mit anderen zusammen das Herisauer Dorfkino gerettet, jetzt konnte er am Mittwochabend einen Coup verkünden. Der Cinetreff und der Toggenburger Erfolgsregisseur Thomas Rickenmann («Silvesterchlausen») realisieren ein gemeinsames Projekt: einen Film über das Bloch. In die Kinos kommen wird der Spielfilm über den Hinterländer Brauch im Januar 2018.

Volle Säle sind garantiert

Ein Coup ist das gemeinsame Projekt vor allem deshalb, weil Rickenmanns Filme dem Cinetreff volle Säle garantieren. Zählen Schweizer Filme im Durchschnitt 2000 Zuschauer, so kann der Toggenburger deutlich bessere Zahlen vorweisen. «Silvesterchlausen» haben insgesamt 17 000 Personen im Kino gesehen, davon wurden 8000 Eintritte alleine in Herisau verbucht. Als der Film im Schweizer Fernsehen gezeigt wurde, schauten sogar 100 000 Menschen zu. Ein noch grösserer Erfolg war Rickenmanns Produktion «z'Alp», der 35 000 Eintritte verzeichnete und der damit 2013 der am drittmeisten besuchte Film in Schweizer Kinos war. Am 13. Oktober feiert der zweite Teil «Alpzyt» Premiere. In Herisau ist der Film sogar schon etwas eher zu sehen – nämlich am 5. und 6. Oktober. «Das gibt einen goldigen Herbst für uns», sagt Balmer voller Vorfreude auf die vielen Zuschauer. Noch ist Rickenmann mit «Alpzyt» beschäftigt, die letzten Arbeiten am Streifen laufen auf Hochtouren. Er hat sich aber auch schon mit dem Bloch-Film auseinandergesetzt, der von der Machart her ähnlich wie «Silvesterchlausen» werden soll. Der Filmemacher hat bereits viele Stunden Material zusammengetragen; er war dabei, als ein Baumstamm geschlagen wurde und auch als das Bloch nach der Gant in einer Schreinerei zu Fensterrahmen weiterverarbeitet wurde. Rickenmann beschränkt sich nicht auf eine Blochgesellschaft. Die Urnäscher kommen ebenso zum Zug wie die Herisauer oder die Buebenblochs von Stein, Schwellbrunn und Hundwil. Er hat auch einen Blick über die Landesgrenzen hinaus gemacht und im Vorarlbergischen einen ähnlichen Brauch entdeckt. Insgesamt wird er gut 100 Stunden filmen und das Material im nächsten Jahr zusammenschneiden.

Breite Unterstützung erhalten

Die Vermarktung des Bloch-Films übernimmt der Cinetreff. Yves Noël Balmer hat bereits Ideen im Kopf. So sollen im Begleitprogramm Protagonisten auftreten und vor dem Kino möchte er als Werbung ein Bloch plazieren.

Und auch vom Schweizer Fernsehen habe er bereits positive Signale erhalten. Der Cinetreff hat bei der Finanzierung mitgewirkt und die Unterstützung von Stiftungen, dem Kanton sowie verschiedenen Ausserrhoder Gemeinden gewonnen. So ist ein Betrag von über 100 000 Franken zusammengekommen.