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Schaukäserei Stein mit 32-jährigem VR-Präsident

Die Schaukäsi hat sich weit über die Region hinaus einen Namen verschafft. Seit kurzem amtet Niklaus Fässler als neuer Verwaltungsratspräsident. Mit der Landwirtschaft ist er seit der Kindheit verbunden.
Martin Brunner
Niklaus Fässler freut sich auf seine Aufgaben für die Schaukäserei in Stein. (Bild: Martin Brunner)

Niklaus Fässler freut sich auf seine Aufgaben für die Schaukäserei in Stein. (Bild: Martin Brunner)

Zum Appenzeller Käse hatte Niklaus Fässler in seinem bisherigen Leben vor allem eine Verbindung: «Ich mag das Appenzeller Fondue», sagt er schmunzelnd. «Es schmeckt für mich von allen Sorten am besten.» Das ist schon mal eine gute Voraussetzung, denn der 32-jährige Fachmann Finanz- und Rechnungswesen wird in seinem neuen Amt als Verwaltungsratspräsident der Schaukäserei in Stein noch oft mit diesem Käse zu tun haben.

«Ich fühle mich geehrt, dass ich im Alter von 32 Jahren so eine Aufgabe übernehmen durfte», erzählt Fässler. «Ich kann mich für ein Produkt engagieren, das in unserer Region stark verankert ist.» In seinem jungen Alter sieht er den Vorteil, dass jüngere Menschen mit neuen Ideen eine Organisation vorwärts bringen können. Er weist darauf hin, dass zum Beispiel die Digitalisierung und die Neuen Medien jüngeren sicher besser liegen. Er ist aber froh, dass im Verwaltungsrat auch die älteren vertreten sind. «Sie bringen ihr Fachwissen und ihre Erfahrung ein, auf die wir nicht verzichten können.»

Potenzial ausloten

Fässler ist sich bewusst, dass das Appenzellerland mit der Schaukäserei über eine starke Botschafterin für den Appenzellerkäse verfügt, die weit über die Region hinaus wirkt. «Laden und Restaurant sind recht gut besucht», sagt er. «Erst kürzlich konnten wir den neugestalteten Schaubereich eröffnen. Um dies zu erhalten, ist neben neuen Ideen auch Erfahrung gefragt.» Zum Beispiel wenn es darum geht, dem Finanzsektor etwas mehr Beachtung zu schenken und ihn dadurch zu stärken, wie dies der Verwaltungsrat entschieden hat. Zurzeit ist er daran, eine Strategie und ein Leitbild zu erarbeiten. Dabei geht es vor allem darum, das touristische Angebot weiterhin bekannt zu halten. Das gilt für die inländischen wie auch für die ausländischen Gäste. «Bei letzteren kennt man uns vorwiegend im europäischen Ausland. Wir wollen nun abklären, welches Potenzial ausserhalb von Europa bestehen könnte.»

Niklaus Fässlers Verbindung zur Landwirtschaft bestand schon immer. Er ist in Rehetobel auf einem Milchbauernbetrieb aufgewachsen. Seine Eltern bewirtschafteten auf dem Kaienspitz, mit 1100 Meter über Meer der höchste Punkt im Vorderland, einen Betrieb von 16 Hektaren mit 16 Milchkühen und einigen Kälbern. «Dadurch bin ich seit meiner Kindheit mit der Landwirtschaft verbunden», erzählt er. «Ich bin auch deshalb geprägt von der Milch, weil wir noch selber Rahm hergestellt und abgeliefert sowie die Magermilch zum Füttern der Schweine genutzt haben.» Heute betreibt den Hof sein Bruder zusätzlich mit Pachtland von fünf Hektaren. Ihm hilft der neue Verwaltungsratspräsident noch heute gerne ab und zu.

Eine vielseitige Laufbahn hinter sich

Klare Berufsvorstellungen hatte Niklaus Fässler recht früh. «Für mich war schon mit zehn Jahren klar, dass ich Bankdirektor werden will», sagt er lachend. «Denn im Bereich der Zahlen fühlte ich mich schon immer wohl.» Sein Weg begann aber bescheiden auf der Gemeinde Heiden, wo er seine Verwaltungslehre absolvierte. Danach arbeitete er bei einer Pulverbeschichtungsfirma und bildete sich zum Sachbearbeiter Buchhaltung weiter. Das ermöglichte ihm, während acht Jahren bei einer Gartenbaufirma als Buchhalter tätig zu werden und berufsbegleitend den Fachmann Finanz- und Rechnungswesen abzuschliessen. «Mit dem Antritt meiner Stelle als Leiter Finanzen bei den Milchbauern Mitte-Ost kehrte ich sozusagen wieder zur Landwirtschaft zurück.»

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