Neue Töne am Fuss des Alpsteins und im Dorf

Wie letztes Jahr startet das Postplatz Festival auch diesmal mit einem Aufwärmprogramm. Am Freitag, 27. Mai, und Samstag, 28. Mai, stehen unterschiedliche Künstler im Bahndepot Wasserauen auf der Bühne. Das eigentliche Festival läuft vom Donnerstag, 2. Juni, bis Samstag, 4. Juni, in Appenzell.

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Müslüm kommt mit seinem Programm im Juni nach Appenzell. (Bild: pd)

Müslüm kommt mit seinem Programm im Juni nach Appenzell. (Bild: pd)

WASSERAUEN. Letztes Jahr hat das Postplatz Festival Appenzell zum ersten Mal mit einem Warm-up zur eigentlichen Veranstaltung aufgewartet und stiess damit auf breites Interesse. In diesem Jahr wird das wiederholt. Am Freitagabend, 27. Mai, legen Klingande und Tanja La Croix im Bahndepot Wasserauen zuhinterst im Schwendetal auf. Weitere Livekünstler an diesem Abend sind Klang-Former aus St. Gallen.

Die Schweizer Star-DJane

Klingande ist ein französisches Musikprojekt, das es geschafft hat, der elektronischen Musikwelt neues Leben einzuhauchen. Mit dem Song «Jubel» landete Klingande im Herbst 2013 auf Platz 1 der deutschen und später der österreichischen und der Schweizer Single-Charts. Mittlerweile in der ganzen Welt bekannt ist die Schweizer Star-DJane Tanja La Croix. Die St. Gallerin begann ihre Karriere als Model. Im Jahr 2004 entdeckte sie das Plattenauflegen und ihre Liebe zur Musik. Ein erster Gig in einer Beiz und eine neue Karriere nahm ihren Lauf. 2010 mixte sie die offizielle Street-Parade-CD, mit der sie die Zürcher Techno-Fans begeisterte. Heute legt Tanja La Croix in Clubs rund um den Globus auf und teilt dabei das DJ-Pult mit namhaften Grössen wie Pierre Sarkosy, Bob Sinclair und Sebastian Ingrosso.

Moreland&Arbuckle bieten am Samstagabend im Depot authentischen und innovativen Bluesrock. Ihre Wurzeln liegen im Deltablues des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und im Nachkriegsblues. Gitarrist Aaron Moreland und Sänger Dustin Arbuckle ziehen seit mehr als zehn Jahren gemeinsam durch die USA und die Welt. 2006 kam der Schlagzeuger Kendall Newby hinzu, so dass ein Trio entstand. Ihre Musik ist rauh, minimalistisch auf das Wesentliche beschränkt, hart und präzis, ein Gemisch aus Blues, Rock und traditionellem Country. Die junge, englische Band Kitty, Daisy & Lewis bringt ihre aufgemischten Reminiszenzen an die Stilrichtungen der 40er- und 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts ein. Die drei Geschwister sind Multiinstrumentalisten und äusserst vielseitig.

Festivaltage im Dorf

Am Donnerstag, dem 2. Juni, präsentiert das Festival Bands und Musikgruppen in diversen Lokalen in Appenzell. Das bedeutet Musik in der «Säntis Bar» mit Frank Powers, im «Sonnengarten» mit The Starbirds und in der Aula des Schulhauses Gringel wird unter dem Titel «Wallis meets Appenzell» mit einer besonderen Perle aufgewartet. Sina und Goran Kovacovic treffen auf das Appenzeller Echo und das Engel Chörli, was eine ganz besondere musikalische Exkursion verspricht. Während das Publikum von einem musikalischen Ort zum anderen zieht, wird auf dem Postplatz die grosse Bühne für die Acts vom Freitag und vom Samstag aufgebaut.

Beth Hart und Müslüm

Der Freitag präsentiert ein Klangbild Irlands: Fiddler's Green, The Led Farmers und Seth Lakeman sind die Bands, die diesen Teil bestreiten. Fiddler's Green kommen aus Deutschland und machen eine Mischung aus Folk, Ska, Punk, Reggae und Rock. The Led Farmers sind ein Quartett aus Irland. Einen wesentlichen Bestandteil ihres Repertoires schöpfen sie aus den reichen Beständen des Irish Folk. Seth Lakeman ist ein englischer Folk-Singer/Songwriter. Mit «Hearts & Minds» veröffentlichte er 2010 sein erstes Album. Wer immer noch nicht genug hat, kann ab Mitternacht im Pub «Limones» The Green Socks hören.

Drängender Bluesrock und die markante Stimme der US-Amerikanerin Beth Hart werden am Samstag auf dem Postplatz zu hören sein. 2003 veröffentlichte sie ihr drittes Album «Leave The Light On», in dem sie die dunklen Zeiten ihrer Drogenabhängigkeit aufarbeitet und in Musik und Text reflektiert. Es erreichte in Dänemark und den Niederlanden Gold-Status. Der Name Beth Hart steht für aufwühlenden Bluesrock. Für humorvolle Völkerverständigung hat man Müslüm mit seinem ausgeprägt türkischen Akzent in Sprache und Musik nach Appenzell geholt. Die Scheibe «Süpervitamin» enthält zehn Songs, die locker, aber trotzdem tiefsinnig sind und Probleme wie das Leben in der Fremde, Kriminalität und Eifersucht thematisieren. Ein weiterer Act an diesem Abend ist Everlast, Erik Francis Schrody mit bürgerlichen Namen, Mitglied der Hip-Hop Supergroup La Coka Nostra. Der Samstagnachmittag gehört Kindern und Jugendlichen, die auf der grossen Bühne und mit professioneller Einrichtung unter der Regie des Festivals und der Musikschule Appenzell ihren Talentwettbewerb angehen. (pd)

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