Neue Sportanlage für Heiden

Ein langjähriger Rechtsstreit verhinderte den Neubau einer Aussensportanlage in Heiden. Nun läuft ein neues Baubewilligungsverfahren. Der Gemeinderat hofft, dass das Referendum nicht ergriffen wird.

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HEIDEN. Es ist eine alte Geschichte. Mit dem Baubeginn der Schulanlage Wies verlor die Gemeinde die Aussensportanlage mit dem Fussballfeld, welches intensiv vom FC Heiden genutzt worden war. Man suchte nach Lösungen für eine neue Aussensportanlage. Im September 1991 stimmten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinde Heiden dem Baukredit für die Mehrzwecksportanlage Langmoos zu.

Doch ein langjähriger Rechtsstreit verhinderte den Bau bis heute. Mit dem Verwaltungsgerichtsentscheid vom 29. September 2010 wurde entschieden, dass für die projektierte Mehrzweck-Sportanlage Langmoos ein neues Baugesuchsverfahren eingeleitet werden müsse. Aufgrund der Aussichtslosigkeit einer Beschwerde verzichtete der Gemeinderat damals auf einen Weiterzug an das Bundesgericht.

Gesamtkosten: 1,4 Millionen

Ende 2010 hatte das Verwaltungsgericht das Projekt «Mehrzweck-Sportanlage Langmoos» in ein neuerliches Baubewilligungsverfahren verwiesen. Aufgrund dessen hat der Gemeinderat eine neue Lösung gesucht. Nach Ende der Volksdiskussion über die Machbarkeitsstudie am 30. November 2011 entschied der Gemeinderat, dass auf alternative Standorte verzichtet und die Abklärungen auf den Standort Langmoos intensiviert werden sollen. Es wurde ein Nachtragskredit für die weitere Planung gesprochen.

Daraufhin erstellte die Aschwanden Schürer Architekten AG eine Studie mit Pilotprojekt und Grobkostenschätzung. Gesamthaft muss mit Anlagekosten in Höhe von 1,4 Millionen Franken gerechnet werden. Die Kosten für Bauprojekt inklusive Baubewilligungsverfahren betragen 85 000 Franken.

Neue Entscheidungsprozesse

Aufgrund der Vorgeschichte und dem reduziertem Projekt erachtet der Gemeinderat Heiden es für notwendig, die Entscheidungsprozesse der Bürgerschaft zu erneuern, wobei vor dem Ent-scheid über den Baukredit das Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden soll. Deshalb empfiehlt der Gemeinderat, das Referendum nicht zu ergreifen und damit dem Ausgabenbeschluss von 85 000 Franken zuzustimmen, um damit gute Voraussetzungen für die Entwicklung der Gemeinde in sportlicher Hinsicht zu schaffen.

Die Referendumsfrist läuft von 2. April bis 1. Mai 2013. Einsprachen sind innerhalb der Auflagefrist schriftlich und begründet sowie mit bestimmten Rechtsbegehren dem Gemeinderat Heiden einzureichen. (gk)

Einen ausführlicher Bericht über die Referendumsvorlage gibt es bei der Gemeindeverwaltung Heiden oder unter www.heiden.ch.

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