Neue Reifen fürs Postauto

NESSLAU. Wenn es auf die kalte Saison zugeht, wird es Zeit, Autoreifen zu wechseln. Altherr Nutzfahrzeuge AG in Nesslau ist für das Reifenwechseln bei den Postautos zuständig.

Raffaela Arnold
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Andreas Geisser vergleicht Sommer- (hinten) mit Winterpneu. (Bilder: Raffaela Arnold)

Andreas Geisser vergleicht Sommer- (hinten) mit Winterpneu. (Bilder: Raffaela Arnold)

Sobald der Winter naht, werden bei den Autos die Reifen gewechselt. Von Sommer- auf Winterpneus, damit man gegen Glatteis und Schnee auf den Strassen gewappnet ist. Auch die Postautos in der Region müssen dies tun. Die Altherr Nutzfahrzeuge AG in Nesslau ist dafür zuständig. Nebst den Wartungen alle drei Monate wechseln die Mitarbeiter die Reifen der gelben Busse mehrmals pro Jahr.

Radwechsel und Schneeketten

Die Räder der Hinterachse werden im Winter zwei bis dreimal gewechselt, sagt Andreas Geisser, Leiter der Busabteilung bei Altherr Nutzfahrzeuge AG. Er ist seit 15 Jahren als Mechatroniker tätig. Die Busse legen pro Monat 7000 bis 8000 Kilometer zurück. Nach etwa zwei Monaten werden auf der Hinterachse– die Räder, die antreiben – die Pneus gewechselt, weil die alten bereits «abgefahren» sind. Die gebrauchten Winterräder sind jedoch noch nicht derart abgenutzt, dass man sie entsorgen muss: Sie werden nun als Sommerreifen verwendet.

Knapp über Boden angehoben

Zusätzlich zu den Winterreifen hat jedes Postauto Schnellmontageketten dabei. «Diese werden jedoch selten gebraucht, da wir die Pneus so oft auswechseln», erklärt Andreas Geisser. Die Ketten montieren die Busfahrer bei Bedarf selber.

Die Hinterachse des rund elf Tonnen schweren Postautos wird für den Wechsel so weit angehoben, bis das Rad knapp über dem Boden schwebt. Die Muttern werden gelöst und die etwa 110 Kilogramm schweren Räder weggehoben. Die Winterpneus sind mit «M&S» angeschrieben, was für «Matsch und Schnee» steht. Sommerpneus haben keine solche Bezeichnung.

Wechsel dauert eine Stunde

Bevor die neuen Räder montiert werden, kontrollieren die Mitarbeiter, ob die Bremsscheiben abgenutzt sind. Auch sollte der Druck im Pneu 8,5 Bar betragen. Falls es richtunggebundene Pneus sind, muss darauf geachtet werden, dass sie richtig herum angebracht sind. Dann wird das Rad an seinen Platz gehoben und die Muttern werden angezogen.

Etwa eine Stunde benötigen die Mechatroniker für das Wechseln der Räder bei einem Zweiachser.

Das 110 Kilogramm schwere Rad wird an seinen Platz gehoben.

Das 110 Kilogramm schwere Rad wird an seinen Platz gehoben.