Neue Pläne für die Standseilbahn Iltios

UNTERWASSER. Dass die Toggenburg Bergbahnen AG die Talstation in Unterwasser neu bauen will, war bereits bekannt. Laut einer neuen Planauflage soll auch die Standseilbahn erheblich saniert und damit die Förderkapazität nahezu verdoppelt werden.

Katharina Rutz
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Die Standseilbahn Iltios soll nach der Erweiterung doppelt so viele Personen wie heute in einer Stunde von der Talstation in Unterwasser zur Bergstation bringen. (Bild: Urs Bucher)

Die Standseilbahn Iltios soll nach der Erweiterung doppelt so viele Personen wie heute in einer Stunde von der Talstation in Unterwasser zur Bergstation bringen. (Bild: Urs Bucher)

UNTERWASSER. Dass die Toggenburg Bergbahnen AG die Talstation in Unterwasser neu bauen will, war bereits bekannt. Laut einer neuen Planauflage soll auch die Standseilbahn erheblich saniert und damit die Förderkapazität nahezu verdoppelt werden. Heute transportiert die Standseilbahn in der Stunde 740 Personen von Unterwasser zur Bergstation Iltios. Nach dem Umbau sollen dies 1400 Personen in der Stunde sein. Der Antrieb der Standseilbahn wird erneuert, was eine Steigerung der Geschwindigkeit von 4,3 Meter pro Sekunde auf 10 Meter pro Sekunde zur Folge hat. Zudem sollen neue, grössere Fahrzeuge die roten Wagen ersetzen. So ist der Plan.

Projekt noch nicht sicher

Ob das Projekt umgesetzt wird, ist laut Mélanie Eppenberger noch nicht sicher. Falls gebaut werden kann, gestalte sich der Zeitplan des Projektes ähnlich wie für das Gipfelgebäude auf dem Chäserrugg, also über einen Sommer und eventuell auch im Winter danach. Zu den Kosten sei es deshalb auch verfrüht Auskünfte zu erteilen. Was mit den alten Bahnwagen geschehen soll, ist noch offen. «Wir werden versuchen, traditionelle Elemente aus den Wagen zu übernehmen. Die neuen Fahrzeuge werden voraussichtlich ebenfalls rot sein», sagt Mélanie Eppenberger, Verwaltungsratspräsidentin der Toggenburg Bergbahnen AG. Die Schienen und der Unterbau wurden im Jahr 2005 erneuert und können beibehalten werden.

Viadukt soll bleiben

Erhalten werden kann wahrscheinlich auch der Viadukt. «Er ist ein schönes architektonisches Element aus den 30er-Jahren, der Bauzeit der Standseilbahn», so Eppenberger. Wegen der neuen Fahrzeuge werden auch Arbeiten an der Bergstation Iltios nötig. Die Fahrzeugbucht muss beispielsweise um 40 Zentimeter verbreitert werden. Die Erneuerung des Antriebs erfordert Anpassungen im Maschinenraum der Bergstation. Das äussere Erscheinungsbild der Bergstation ist aber nicht vom Umbau betroffen. Die Planauflage beinhaltet neben der Erneuerung der Bahn auch den Neubau der Talstation Unterwasser (der W&O berichtete). Für den Neubau zeichnen ebenfalls die Basler Architekten Herzog & de Meuron verantwortlich. Die neue Talstation soll grösser und moderner werden und ein Café sowie Geschäfte enthalten. Deshalb war eine Umzonung in die «Intensiverholungszone Transportanlagen und Beherbergung nötig». Diese verlief unbestritten. In diesem Monat soll auch die neue Gondelbahn in Betrieb gehen, verspricht Eppenberger. Dann sollen die «legendären» Wartezeiten auf dem Iltios der Vergangenheit angehören.

Unterlagen einsehen

Die detaillierten Planungsunterlagen zum Projekt können seit heute und bis zum 3. Februar während der Öffnungszeiten auf der Gemeindeverwaltung Wildhaus-Alt St. Johann eingesehen werden.

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