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Landsgemeindeplatz Trogen erhält eine neue Optik

Der Landsgemeindeplatz in Trogen bekommt eine Pflästerung, die einmündenden Strassen werden saniert. Die Arbeiten für die Neugestaltung beginnen bereits in einigen Monaten. Im Herbst 2020 sollen sie abgeschlossen sein.
Astrid Zysset
Die Markierungen werden verschwinden. Der gesamte Platz und die einmündenden Strassen werden im Zuge der Neugestaltung des Landsgemeindeplatzes in Trogen im kommenden Jahr gepflästert. (Bild: Hanspeter Schiess, 17. April 2017)

Die Markierungen werden verschwinden. Der gesamte Platz und die einmündenden Strassen werden im Zuge der Neugestaltung des Landsgemeindeplatzes in Trogen im kommenden Jahr gepflästert. (Bild: Hanspeter Schiess, 17. April 2017)

Die Arbeit sei «denkmalpflegerisch anspruchsvoll», sagt Ueli Schmid, Projektleiter Strassen- und Brückenbau beim Ausserrhoder Tiefbauamt. Im kommenden Jahr soll der Landsgemeindeplatz in Trogen saniert werden – ein Platz, der mit den umliegenden Gebäuden als Ortsbildschutzzone mit nationaler Bedeutung gilt. «Wir arbeiten darum mit der Denkmalpflege und dem Amt für Raum und Wald zusammen», so Schmid.

Das Projekt sieht vor, dass der Landsgemeindeplatz eine Pflästerung erhält – genauso wie die einmündenden Strassen. Die Natursteine reichen Richtung Wald bis zur Höhe des Pfarrhauses, Richtung Speicher enden sie vor dem Fünfeckpalast. Mit der einheitlichen Optik werde der Platz optisch vergrössert, so Schmid. Die Pflästerung sei somit ein gestalterisches Element. Bodenmarkierungen verschwinden, lediglich eine Entwässerungsrinne signalisiert den Strassenverlauf. Vor den Gebäuden werden grosse Steinplatten angebracht, um den Eingangsbereich und somit die Häuser an sich aufzuwerten. Als Beleuchtung ist die Montage von Fackelleuchten an den Fassaden vorgesehen.

Baubeginn im kommenden Jahr

«Es ist schon etwas Besonderes, an der Neugestaltung eines Platzes mitzuwirken, der eine solch historische Bedeutung hat», sagt Schmid. Er selbst hat erst vor Kurzem die Projektleitung übernommen. Aktuell laufe die Detailplanung: Es wird eruiert, in welche Richtung die Platten angebracht und wo die Übergänge entstehen werden. Zudem muss der Verlauf der Entwässerung festgelegt werden. Im März 2020 soll der Baubeginn erfolgen. Voraussichtlich bis Oktober werden die Arbeiten dauern. Welche Teilflächen wann abgesperrt werden, ist offen. Die Etappierung werde derzeit noch ausgearbeitet, heisst es seitens des Tiefbauamtes weiter. Sicher sei jedoch: Der Platz wird nie vollumfänglich gesperrt sein. Der Zugang und die Anlieferung zu den Gebäuden bleibe gewährleistet. Einige Arbeiten am Landsgemeindeplatz beginnen schon in diesem Jahr: Im März wird mit dem Neubau der Mauer rund um den Fünfeckpalast begonnen. Bis zu den Sommerferien soll dieser abgeschlossen sein.

Strassen sind in schlechtem Zustand

Auslöser für die Neugestaltung des Platzes war der Wunsch der Gemeinde Trogen nach Aufwertung des Dorfzentrums mit einem unterhaltsarmen Material. Hinzu kam die notwendige Strassensanierung. Spurrinnen und Ausmagerungen im Asphalt bestünden seit Jahren. Auch eine punktuelle Verbreiterung der Bühler-, Speicher- und Altstätterstrasse ist vorgesehen. Zudem werde eine Fussgängerverbindung in Richtung Altes Schulhaus erstellt. Eine solche gibt es bislang nämlich noch nicht.

Umsetzung verzögerte sich wegen Einsprachen

Alles in allem: Viel zu tun. Die Strassensanierungen wurden «astweise» aufgelegt, um die Arbeiten, die nicht auf Widerstand stiessen, bereits umsetzen zu können. So wurden die Speicher- und die Altstätterstrasse in weiten Teilen bereits 2011/12 saniert. «Das Gesamtprojekt zur Umgestaltung des Landsgemeindeplatzes ist daher bereits ein paar Jahre alt. Aber die Umsetzung verzögerte sich», so Schmid. Als Grund nennt er Einsprachen. Besonders die mit der Pflästerung des Platzes inklusive der Kreuzung einher gehende Lärmbelastung sorgte für Unmut. Das Obergericht urteilte im Oktober 2016, dass die Pflastersteine auf der Kantonsstrasse diagonal angeordnet werden müssen, um die Lärmemmissionen zu mindern. Erst mit diesem Entscheid war die letzte Einsprache vom Tisch und die Ausführungsplanung konnte vorangetrieben werden.

Die Investitionskosten für die Neugestaltung des Platzes betragen rund 1,6 Millionen Franken. Diesen Kredit hat das Trogener Stimmvolk im Jahr 2011 freigegeben. Die Restkosten für die Kantonsstrasse betragen 2,1 Millionen Franken.

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