NEUE NUTZUNG: Wo früher der Pfarrer gewohnt hat

Das Mosnanger Pfarrhaus bewohnt schon lange kein Pfarrer mehr. Der Kirchenverwaltungsrat hat deshalb beschlossen, einen Umbau zu tätigen, um die Wohnung vermieten zu können.

Martina Signer
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Umgeben von Kirche, Pfarreiheim, Friedhof und Strasse soll eine grosszügige 5-Zimmer-Wohnung entstehen. (Bild: Martina Signer)

Umgeben von Kirche, Pfarreiheim, Friedhof und Strasse soll eine grosszügige 5-Zimmer-Wohnung entstehen. (Bild: Martina Signer)

Martina Signer

martina.signer@toggenburgmedien.ch

Die Treppe knarzt ein wenig, als Kirchenverwaltungsratspräsident Röbi Näf ins Obergeschoss geht. Die Wände bestehen aus alten Balken, die heimelig wirken, aber vielleicht nicht jedermanns Sache sind. «Wer hier einziehen möchte, dem muss dieser Bau gefallen», sagt Näf. Denn an den holzverstrebten Wänden im Treppenhaus darf aus Gründen des Denkmalschutzes nichts geändert werden. Das Treppengeländer muss ebenfalls bleiben, wie es ist.

Die Räume sind hell, wie man es von so einem Haus vielleicht nicht erwarten würde. Und die Wohnfläche der geplanten 5-Zimmer-Wohnung in zwei Stockwerken mit Keller und Dachstock ist grosszügig bemessen. Auch die Deckenhöhe erstaunt. Die Zimmer weisen keine für Toggenburger Häuser typischen, niedrigen Decken auf, an denen man sich den Kopf stossen könnte und die das Stellen von Schränken erschweren würden.

Kirchbürger stimmen dem Baukredit zu

Vergangene Woche haben die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger von Mosnang dem Baukredit zum Umbau des Pfarrhauses über 244000 Franken zugestimmt. 30000 zusätzliche Franken für die Restfinanzierung kommen von einem Bezug aus den allgemeinen Reserven der Kirchgemeinde. Mit dem Baukredit werden am Pfarrhaus Umbau- und Renovierungsarbeiten getätigt, um das Sekretariat und die künftige Wohnung zu separieren. Deshalb wird das Sekretariat später nicht mehr von der Strassenseite, sondern von der Pfarreiheimseite betreten. Der bestehende Eingang steht dann nur noch für die Wohnung zur Verfügung. Die grösste bauliche Veränderung betrifft die Garage, die momentan ein Giebeldach hat. Dieses wird geebnet, damit darauf eine Terrasse für die Wohnung entstehen kann. Im Inneren des Pfarrhauses werden vorwiegend Sanierungen an den Wänden und den Böden vorgenommen. Ausserdem wird im ersten Obergeschoss eine Küche eingebaut.

Administration allenfalls unter einem Dach

Nachdem die Abstimmung über den Baukredit positiv ausfiel, können nun laut Röbi Näf die Aufträge verteilt werden. Danach beginnen die Bauarbeiten. Sollte das Sekretariat eines Tages nicht mehr benötigt werden, könnten dessen Räume in eine 2,5-Zimmer-Wohnung umgewandelt werden. Dies könnte allenfalls passieren, wenn die Seelsorgeeinheit Unteres Toggenburg auf den 1. Juli einen Zweckverband gründet. Dieser Verband dient zur Verwaltung gemeinsamer Aufgaben innerhalb der Seelsorgeeinheit. Allenfalls würde es dann Sinn ergeben, die Administration der Seelsorgeeinheit unter einem Dach zu vereinen. «Doch wir würden nach wie vor einen Arbeitsplatz für den Pfarreibeauftragten im Pfarrhaus benötigen.» Deshalb würden die Räume bestimmt noch länger nicht als Wohnung dienen.