Neue Naturtafel wurde eingeweiht

Beim Weiher auf dem Grundstück des ehemaligen Restaurants Seeben in Neu St. Johann hat der Naturschutzverein Ebnat-Kappel-Nesslau am Donnerstagabend gegenüber der Luteren eine neue Informationstafel eingeweiht.

Thomas Rüegg
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Bruno Sutter, Ruth Jenni, Andi Hnatek, Andi Weber und Heidi Brodbeck (von links). (Bild: Thomas Rüegg)

Bruno Sutter, Ruth Jenni, Andi Hnatek, Andi Weber und Heidi Brodbeck (von links). (Bild: Thomas Rüegg)

Beim Weiher auf dem Grundstück des ehemaligen Restaurants Seeben in Neu St. Johann hat der Naturschutzverein Ebnat-Kappel-Nesslau am Donnerstagabend gegenüber der Luteren eine neue Informationstafel eingeweiht.

Dieser Weiher wurde 2001 unter der Leitung des Naturschutzvereins Neu St. Johann gebaut. Eigentümer dieser Liegenschaft war damals Niklaus Louis. «Dieser Weiher ist ein wichtiges Amphibienlaichgewässer, das den grösseren Weiher auf der Südseite, gegenüber der Kantonsstrasse, spürbar entlastet», sagte Andi Weber, Präsident des Naturschutzvereins Ebnat-Kappel-Nesslau. Seit der Schaffung des neuen Weihers wandern weniger Grasfrösche den Froschzaun entlang zur Röhre, die unter der verkehrsreichen Hauptstrasse zum anderen Weiher führt. Infolge Hochwasser der Luteren wurde der neue Weiher überschwemmt und in der Folge mit Schutt und Geröll aufgefüllt. Deshalb waren Sanierungsarbeiten nötig. Der Weiher wurde im Herbst 2014 auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bruno Sutter, Eigentümer der ehemaligen Gruppenunterkunft Seeben, zeigte sich erfreut über die Realisierung dieses Projektes.

Auf der am Donnerstag eingeweihten Tafel sind wichtige Informationen über das Leben der Pflanzen und Tiere beschrieben. Ausführlich wird zudem erwähnt, wie nach der Eiablage des Grasfroschs das Heranwachsen der Kaulquappen im Wasser stattfindet. Im Frühling treffen sich die Frösche zur Fortpflanzung in Laichgewässern. Erstaunlich sei auch, wie die Frösche mehrere Kilometer zurücklegen, um ihre Eier in Laichballen zu legen. Weiter ist auf der Tafel zu lesen, dass von 3000 Eiern eines Laichballens nur wenige Frösche die Geschlechtsreife erreichen werden.

An der Realisierung des Projektes beteiligten sich Bruno Sutter, Eigentümer der Gruppenunterkunft Seeben, Vorstandsmitglieder des Naturschutzvereins, der Fond Naturmade-Star der SAK, sowie die Gemeinde Nesslau und der Kanton. Die Tafel wurde von Biologe und Naturfotograf René Güttinger, Nesslau, gestaltet. Diese Anlage ist für die Öffentlichkeit zugänglich.