Neue Lösungsansätze gefordert

An der Hauptversammlung des Elektrizitätswerks Heiden wurde über die aktuelle Lage des Energiemarkts informiert und die Jahresrechnung präsentiert.

Rik Bovens
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Heinrich Eggenberger spricht. (Bild: Rik Bovens)

Heinrich Eggenberger spricht. (Bild: Rik Bovens)

HEIDEN. Die Entwicklung der verschiedenen Geschäftsfelder beschäftigte das Elektrizitätswerk Heiden im vergangenen Geschäftsjahr besonders. Dies zeigte sich am Freitagabend an der Hauptversammlung im Kursaal Heiden in der Rede von Geschäftsführer Heinrich Eggenberger. Er informierte über die Geschäftsfelder der Stromversorgung, der Wärmeversorgung und des Installationswesens.

Starkes Geschäft mit der Wärme

Wie aus der Rede hervorging, befinden sich die einzelnen Bereiche in unterschiedlichen Zuständen. An Stärke zulegen konnte das EWH in den vergangenen Jahren mit der Wärmeversorgung. In der Umgebung Heiden sei das Unternehmen mit den beiden Wärmeverbünden Bissau und Bad Unterrechtstein stark präsent. Beide Verbünde konnten eine Gewinnsteigerung vorweisen. Heinrich Eggenberger gab eine Umsatzsteigerung von mehr als 50 Prozent im Fall des Wärmeverbunds Bissau bekannt.

Sorgenkind Installationswesen

Im Installationswesen würden sich zunehmend Probleme abzeichnen, wie der Geschäftsleiter weiter sagte: «Die starke Konkurrenz von grösseren Installationsfirmen setzt uns zu.» Es scheine, dass der Kostenfaktor für die Kunden in diesem Fall der Treue zu lokalen Anbietern überwiege. Für das Unternehmen bedarf es laut dem Jahresbericht grosser Anstrengungen, die Aufträge gewinnbringend abzuschliessen. Einzig im Teilbereich der Installation von Heizungssystemen könne das EWH von Synergien mit der vorhandenen Präsenz in der Wärmeversorgung profitieren, so Eggenberger.

Lösungsansätze gefordert

Im Bereich der Stromversorgung muss die Geschäftsleitung im Hinblick auf die gestaffelte Stromliberalisierung entsprechende Lösungsansätze präsentieren. Mit der «Energieplattform» will der Verwaltungsrat in Zusammenarbeit mit anderen lokalen Energieversorgern gegenüber Grossanbietern stärker auftreten. Konkrete Ansätze der Geschäftsleitung würden noch dieses Jahr bekanntgegeben, kündigte Heinrich Eggenberger an.

Akzeptabler Jahresabschluss

Der Verwaltungsrat des Elektrizitätswerks zeigt sich zufrieden mit dem Jahresergebnis 2013. Während der Gesamtumsatz zwar um 4 Prozent auf 8,6 Millionen Franken sank, liegt der ausgewiesene Jahresgewinn von 360 000 Franken im Rahmen der Vorjahre. Dieser Gewinn konnte auch dank des ausserordentlichen Erlöses aus dem Verkauf von Kandelabern an die Gemeinde Heiden sowie der Auflösung von im Vorjahr gebildeter Rückstellungen entstehen.

Stromverbrauch konstant

Das Wasserkraftwerk am Gstaldenbach könne mit knapp 2000 kWh ein leicht gesteigertes Produktionsergebnis ausweisen, wie die Geschäftsleitung verkündete.

Der Stromverbrauch in Heiden sei mit rund 33 000 kWh konstant geblieben. Mit der Eigenproduktion von knapp 2000 kWh wurden rund 6 Prozent des Energiebedarfs von Heiden abgedeckt. Der restliche Teil kaufe das EWH extern von den SAK zu.

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