Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Neue Idee für das Dorfzentrum Wald gibt zu reden

In der Gemeinde Wald wird das nächste Kapitel über die Zukunft des Dorfzentrums aufgeschlagen: Das Vorprojekt mit Kanzlei und angebautem Laden wird an der öffentlichen Versammlung rege diskutiert. Es gibt einen Rücktritt aus dem Gemeinderat.
Mea Mc Ghee
Die Wäldler diskutieren das Modell des Vorprojektes für das neue Dorfzentrum mit Gemeindekanzlei und angebautem Spar. (Bild: MC)

Die Wäldler diskutieren das Modell des Vorprojektes für das neue Dorfzentrum mit Gemeindekanzlei und angebautem Spar. (Bild: MC)

Die Wäldlerinnen und Wäldler wollen ein lebendiges Dorfzentrum mit einem Laden. Seit Jahren suchen sie deshalb nach einer zukunftsträchtigen Lösung. Nachdem das Neubauprojekt «Gens» durch einen Beschluss des Regierungsrates als «nicht bewilligungsfähig» eingestuft worden war, stand man in der Gemeinde wieder am Anfang. Am Freitag wurde an einer von gut 50 Personen besuchten Orientierungsversammlung ein neues Vorprojekt präsentiert.

Vorprojekt eines Architekten

Der Heidler Architekt Ueli Sonderegger hat sich mit der schwierigen Ausgangslage im Dorfzentrum auseinandergesetzt. «Die Pläne und das Modell dienen als Diskussionsgrundlage», schickte er seiner Präsentation voraus. Gedacht ist, dass das heutige «Spar»-Gebäude in seinem Volumen bestehen bleibt. Es soll saniert werden, damit im Erdgeschoss die Gemeindekanzlei einziehen kann. Im Obergeschoss wären zwei Wohnungen mit Balkon möglich. Der Estrich würde nicht ausgebaut. Der «Spar», der heute im Altbau eingemietet ist, würde in einem neuen Anbau mit einer Ladenfläche von 220 Quadratmetern untergebracht.

30 Parkplätze werden geschaffen

Edith Beeler, Gemeindepräsidentin von Wald (Bild: pd)

Edith Beeler, Gemeindepräsidentin von Wald (Bild: pd)

Das Projekt sieht 13 oberirdische Parkplätze für Kunden der Kanzlei und des «Spar» vor. Unter den Parkplätzen würde eine Einstellhalle mit separater Zufahrt gebaut. Diese böte 17 Parkplätze. Über eine Rampe wäre das Lager des Ladens erreichbar. «So müssten keine Lastwagen und Autos mehr über das Schulgelände fahren, und die Sicherheit der Kinder würde erhöht», betonte Gemeindepräsidentin Edith Beeler. Weiter vorgesehen wären auf der unteren Ebene eine Entsorgungsstelle sowie eine Garage für den Schulbus. Die kantonale Denkmalpflege sowie der Feuerschutz hätten sich positiv zum Vorprojekt geäussert, so Beeler. Nach Abbruch der Anbauten würde zunächst das neue Ladengebäude errichtet. So wäre der Verkaufsbetrieb ohne Unterbruch gewährleistet. In einer zweiten Etappe würde der «Spar»-Altbau saniert und unterkellert.

Die Baukosten würden rund 5,4 Millionen Franken betragen. Das heutige Kanzleigebäude könnte verkauft werden, ebenso die Parkplätze in der Einstellhalle sowie die Wohnungen.

Hohe Kosten, viele Kompromisse

Die «relativ hohen» Kosten, die fehlende Erschliessung der Wohnungen mit einem Lift oder die Kompromisse, die man eingehen müsste, waren nur einige Punkte, welche seitens der Versammlungsteilnehmer in der Diskussion eingebracht wurden. Einige trauern dem «durchdachten» «Gens»-Projekt nach, jemand schlug vor, es sei zu prüfen, das «Spar»-Gebäude aus der Schutzzone zu nehmen, nur so könnte ein gefreutes Projekt entstehen. Der Gemeinderat wolle die Grundstimmung gegenüber der neuen Idee fürs Dorfzentrum spüren, sagte Edith Beeler. Sie betonte, das «Gens»-Projekt sei nicht realisierbar, auch nicht in einer redimensionierten Version. Der Gemeinderat thematisiere das Vorprojekt an seiner nächsten Sitzung, und zu gegebener Zeit dürfte die ruhende Kommission zum Projekt Dorfzentrum reaktiviert werden. Damit sich die Einwohner ein Bild über das Vorprojekt machen können, werden die Pläne und das Modell im Gemeindehaus ausgestellt.

Ein Sitz im Gemeinderat wird frei

Eineinhalb Stunden nach Versammlungsbeginn wurde das zweite Traktandum in Angriff genommen. Alle Gemeinderäte berichteten aus ihren Ressorts. Wald gehört zu jenen sieben Gemeinden, die Bauland auszonen müssen. Gemeindepräsidentin Beeler nannte jene zwei Gebiete, welche als Planungszone vorgesehen sind. Die Planungszone muss bis Ende dieses Jahres festgesetzt sein. Die Schule werde 2019 ans Glasfasernetz angeschlossen, so Thomas Fry. Weiter soll das Pfarrhaus in die Wohn- und Gewerbezone abparzelliert werden. Gemeinderat Nicolo Abate sagte, man werde defekte Wasserleitungen komplett ersetzen, statt sie zu reparieren.

Am 8. April dieses Jahres wurde Claudia Jann als eines von fünf neuen Mitgliedern in den Gemeinderat gewählt, am Freitag gab sie bekannt, dass sie an den Gesamterneuerungswahlen nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Nach dem Rücktritt von Kantonsrat Jürg Solenthaler, gilt es dannzumal auch diesen Sitz neu zu besetzen. Eine Wahlversammlung ist für Januar geplant.

Kleines Defizit

Gemeinderat Thomas Stahr präsentierte den Voranschlag 2019. Dieser rechnet bei einem Aufwand von 4,87 Millionen mit einem kleinen Defizit von 12600 Franken. In den Bereichen Schule, Wasserversorgung und Gebäudeverbauungen sind im Voranschlag total gut 321000 Franken budgetiert. Der Steuerfuss bleibt unverändert, Gemeinderat Stahr betonte aber, dass die Gemeinde vor grossen Herausforderungen stehe. Über den Voranschlag 2019 der Gemeinde Wald wird am 25. November abgestimmt. (mc)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.