Neue Heizung in der Oberstufe

Am Montag haben Gemeindepräsident Bernhard Graf und Schulratspräsident Max Gmür im «Rössli» Libingen über den Voranschlag 2012 informiert und Fragen der Libinger beantwortet. Edwin Kuhn, Präsident des Kirchenverwaltungsrats Libingen, orientierte über die Kirchenrenovation.

Matthias Giger
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MOSNANG. Die erste von drei Vorversammlungen zum Voranschlag 2012 in der Gemeinde Mosnang hat am Montag in Libingen stattgefunden. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger von Mosnang aus dem Dorf Libingen fanden sich zur Vorversammlung ein. Durch die Versammlung führten der Mosnanger Gemeindepräsident Bernhard Graf und, in Belangen der Schule der Einheitsgemeinde, Schulratspräsident Max Gmür.

Angesichts der finanzpolitischen Turbulenzen in den Euro-Staaten hat Bernhard Graf betont: «Es gehört zu den finanzpolitischen Zielen des Gemeinderates, die Verschuldung nicht zu erhöhen, mittelfristig den Steuerfuss leicht zu senken und trotzdem die öffentlichen Aufgaben rechtzeitig und richtig erfüllen zu können sowie auch in Zukunft Investitionen zu tätigen.» Der Steuerfuss bei den Gemeindesteuern soll 2013 von aktuell 145 Prozent auf 142 Prozent und 2015 auf 140 Prozent gesenkt werden. Der Gemeindepräsident betonte aber, dass dies kein Versprechen sei, sondern lediglich ein Ziel des Gemeinderates, das nur erreicht werden könne, wenn alles ungefähr so laufe, wie es im Finanzplan über fünf Jahre prognostiziert wurde.

Grössere Investitionen

Im Voranschlag 2012 sind zwei Gutachten aufgeführt. Ein Gutachten betrifft die Anschaffung eines neuen Kommunalfahrzeuges. Das derzeitige Fahrzeug sei mittlerweile 16jährig und habe 5500 Betriebsstunden geleistet. Es werde praktisch täglich eingesetzt. Es soll durch ein neues, mit allen Anpassungen 143 000 Franken teures Kommunalfahrzeug ersetzt werden. Das zweite Gutachten betrifft die Sanierung der Heizanlage im Oberstufenschulhaus und die Erweiterung des Wärmeverbundes. Die Heizung besteht aus einer Holzschnitzelheizung mit zusätzlicher Ölheizung. Es handelt sich um eine Fernheizung. An ihr angeschlossen sind auch das Abwarthaus der Oberstufe, die beiden Trakte des Primarschulhauses und das Mehrzweckgebäude mit dem Bauamt. Neu soll das Alters- und Pflegeheim Hofwis angeschlossen werden. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 785 000 Franken, wovon 252 000 Franken zu Lasten der Spezialfinanzierung Alters- und Pflegheim Hofwis gehen, welches kostendeckend geführt wird. 533 000 Franken gehen zu Lasten der Investitionsrechnung. Grund für die Sanierung sei, dass die Heizung bereits jetzt am Anschlag der Kapazität laufe. «Kurzfristig gesehen ist der Anschluss des Alters- und Pflegheims Hofwis mit 224 000 Franken zwar relativ teuer, auf lange Sicht lohnt sich aber die Investition, da der Anschluss eine gute Auslastung der Heizzentrale bringt, weniger Personalaufwand im Alters- und Pflegeheim Hofwis anfällt und Lagerraum frei wird», sagte Bernhard Graf. Zudem stehe das Gebäude in der Schutzzone S3, in der besondere Auflagen für den Betrieb einer Ölheizung bestehen. Ein Bürger wollte wissen, ob weitere Anschlüsse von Privaten auch geprüft wurden. Bernhard Graf sagte, dass Bruno Schneider vom Restaurant Krone angefragt wurde und Interesse hatte. Allerdings hätte sich der Anschluss der «Krone» für Bruno Schneider nicht gerechnet. Ein anderer Bürger fragte, ob man nun mehr Schnitzelholz aus der Gemeinde liefern könne. Bernhard Graf meinte, dass die neue Heizung gar nicht so viel mehr Holzschnitzel brauchen würde, da sie effizienter als die bestehende sei.

Beleuchtete Kirche in Libingen

Der Gemeindepräsident freute sich über den neuen Verein Interessengemeinschaft Libingen, welche von der Dorfbevölkerung am 2. Juli 2011 gegründet worden ist. «Ich hoffe, dass alle Libinger und Libingerinnen schon Mitglied sind oder es noch werden», sagte er.

Der Präsident des Kirchenverwaltungsrats Libingen, Edwin Kuhn, informierte über den Stand der Renovation der Kirche in Libingen. Es sei zu Verzögerungen gekommen, da das zuständige Architekturbüro noch zwei andere Kirchen habe fertigstellen müssen. «Zudem wird die Renovation seine Zeit benötigen, da sie durch die vielen Risse in den Wänden relativ aufwendig wird», sagte er weiter. Ein Beleuchtungsfachmann habe probehalber den Kirchturm und einen Teil der Kirche beleuchtet. Dies sei gut angekommen, aber nicht im Budget enthalten. «Wenn wir etwas Geld übrig haben, könnte man die Beleuchtung realisieren», sagte Edwin Kuhn und rief dazu auf, sich freiwillig daran zu beteiligen, wenn die Kirche für die Renovation ausgeräumt werden müsse. Die ersten Arbeiten seien bereits vergeben worden. Am 1. oder 2. Januar werde man loslegen. Die Gemeinde Mosnang habe einen grosszügigen Betrag von rund 48 000 Franken zugesichert.

Bekenntnis zur Oberstufe

Schulratspräsident Max Gmür blickte nicht nur auf die Entwicklungen der vier Schuleinheiten seit dem Start der Einheitsgemeinde zurück, er wagte auch einen Ausblick. Er wies darauf hin, dass die Schülerzahlen bei den drei Aussenschulen in Dreien, Mühlrüti und Libingen relativ stabil seien. Bei der Primarschule Mosnang hingegen gäbe es zwischen den Jahrgängen grosse Schwankungen. Dies habe man mit Doppelklassen auffangen können. Bei der Oberstufe müsse man mit sinkenden Schülerzahlen rechnen. Allerdings sieht der Schulratspräsident auch Lichtblicke, zum Beispiel bei den Niveauklassen. Das Bekenntnis der Mosnanger Bevölkerung zur eigenen Oberstufe sei aber wichtig, wie der Fall Häggenschwil gezeigt habe, das dem Kanton Paroli bot.