Neue Gesichter in der Sozialdiakonie

Remo Schweizer und Daniel Menzi verstärken das Team der Evangelischen Kirchgemeinde Wattwil. Jugendarbeiterin Anita Bächtold verlässt die Kirchgemeinde auf Ende Februar. Durch den Verkauf des Einfamilienhauses Schmidberg konnte die Bilanz markant verbessert werden.

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Wattwil. Am 1. Februar 2011 hat Remo Schweizer seine neue Stelle mit einem Pensum von 80 Prozent als Sozialdiakon bei der Evangelischen Kirchgemeinde Wattwil angetreten. Nach der Auflösung des Anstellungsverhältnisses mit Yvonne Bleiker per Ende 2010 wurde die bis Ende Januar 2011 befristete Praktikumsstelle von Daniel Menzi in ein definitives Arbeitsverhältnis umgewandelt. Seit 1. Februar 2011 ist er mit einem Pensum von 90 Prozent in der Sozialdiakonie tätig. Die Kirchenvorsteherschaft freut sich, dass die Vakanzen mit kompetenten Mitarbeitern besetzt werden konnten, erklärt Esther Bruderer, Präsidentin der evangelische Kirchgemeinde. Die beiden Mitarbeiter werden auch Religionsunterricht erteilen.

Jugendarbeiterin hat gekündigt

Anita Bächtold hat ihre Stelle auf den 31. Dezember 2010 gekündigt und verlässt Ende Februar die Kirchgemeinde. Am 1. August 2009 hat sie ihre Arbeit als Jugendarbeiterin der Kirchgemeinden Wattwil, Lichtensteig und Krinau angetreten. Unter dem Titel Regionale Zusammenarbeit hat die evangelische Kantonalkirche St. Gallen die Finanzierung dieser Stelle für drei Jahre übernommen. Verschiedene Ansichten über die Ausrichtung ihrer Tätigkeit und ihres Programms haben unter anderem Anita Bächtold zur Kündigung bewogen. Die Vorsteherschaft bedauert diesen Entscheid sehr und wünscht ihr alles Gute für die Zukunft. Mit den Nachbargemeinden Lichtensteig und Krinau wird das weitere Vorgehen besprochen.

Höhere Steuereinnahmen

Die Steuereinnahmen wurden gegenüber dem Budget um 176 000 Franken übertroffen. Dank diesem guten Ergebnis hat die Zentralkasse eine zusätzliche Abschreibung von 75 000 Franken auf der Sanierung des Pfarrhauses Kirchenrain genehmigt. Trotz dieser Zusatzabschreibung fällt der Beitrag aus dem Finanzausgleich um 86 800 Franken tiefer aus.

Für Kirchgemeinden im Finanzausgleich mit voller Defizitdeckung wird der Steuerfuss durch den Kirchenrat festgelegt. Dieser bleibt wie bisher unverändert bei 28 Prozent, 24,9 Prozent verbleiben bei der Kirchgemeinde und 3,1 Prozent müssen der Kantonalkirche abgeliefert werden. Für das Jahr 2011 wird mit gleich hohen Steuereinnahmen gerechnet und auch der Beitrag aus dem Finanzausgleich ist mit rund 450 000 Franken gleich hoch wie im Jahre 2010.

Liegenschaft verkauft

Die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger haben an der Kirchgemeindeversammlung vom 21. März 2010 der Vorsteherschaft den Auftrag erteilt, die Liegenschaft Schmidberg zu verkaufen. Der Auftrag für den Verkauf wurde an eine Immobilienfirma übertragen.

Im Sommer 2010 konnten die Bemühungen erfolgreich abgeschlossen werden und das ehemalige Pfarrhaus wurde für 585 000 Franken verkauft (siehe Stichwort). Die umfassende Aussenrenovation des Pfarrhauses Kirchenrain ist abgeschlossen. Die Gesamtkosten haben 581 500 Franken betragen. Darin inbegriffen ist der nachträgliche Einbau einer Garage für den Kirchenbus. Im Jahre 2011 wird noch der Vorplatz neu geteert.

Unterbilanz wird Eigenkapital

Aufgrund der heute gültigen Regelungen der evangelischen Kantonalkirche St. Gallen muss der Verkaufserlös des ehemaligen Pfarrhauses Schmidberg nicht in der Erfolgsrechnung verbucht werden. Dies hat zur Folge, dass trotz dieser Einnahmen der Beitrag aus dem Finanzausgleich nicht geschmälert wird. Der Nettoerlös des Pfarrhauses von 566 000 Franken kann vollumfänglich dem Eigenkapital gut geschrieben werden. Aus der Unterbilanz von 193 000 Franken ergibt sich somit ein Eigenkapital von 372 000 Franken. (pd)

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