Neue Angebote dort, wo die Post weg ist

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Angebot Was geschieht mit den Postomaten bei der Schliessung einer Postfiliale? Laut Markus Werner von der Kommunikation Postnetz Ost gibt es in den fünf Orten, in denen Poststellen überprüft werden, nur in Nesslau ­einen Postomaten. Postfinance entscheide abhängig von der Nachfrage, ob ein Postomat weiter betrieben werde. Wenn nach Ansicht der Post ein Kundenbedürfnis dafür vorhanden ist, wird der Postomat am bestehenden Standort bleiben oder eventuell an einen neuen Standort in der gleichen Gemeinde gezügelt. Laut Markus Werner gibt es dafür schon Präzedenzfälle.

Bargeldbezüge meist über 200 bis 300 Franken

Die Postagenturen böten ein Sortiment der am häufigsten nachgefragten Dienstleistungen an, zum Beispiel Bargeldabhebungen bis 500 Franken und das Aufgeben oder Abholen eingeschriebener Briefe. Die meisten Bargeldbezüge erfolgten für Beträge von 200 bis 300 Franken. Das antwortete Markus Werner auf die Frage nach einem möglichen Ausbau der Dienstleistungen der Postagenturen. Aus Sicherheitsgründen seien Einzahlungen nur bargeldlos mit der Postfinance- oder mit der Maestro-Karte möglich. Zudem seien bei bargeldlosen Zahlungen die Anforderungen des Geldwäscherei-Gesetzes zu beachten.

Ab dem 1. September würden in Gemeinden ohne Poststelle neue Dienstleistungen angeboten, sagte Markus Werner. Man könne sich für Bareinzahlungen an der Haustüre anmelden – das müsse einmal geschehen – und dann diese Einzahlungen vornehmen, wenn der Pöstler an der Haustür klingle. Schliesslich seien ab dem 1. September in Gemeinden ohne Postfiliale neu Massensendungen für Gemeinden, Vereine und KMU möglich, sagte Markus Werner. Allerdings gibt es eine Einschränkung. In den Partnerfilialen muss genug Platz vorhanden sein. (mkn)