Neubeurteilung vor Kantonsgericht

Nach dem Einsturz einer Brücke in Bühler im Dezember 2006 steht der verantwortliche Bauingenieur erneut vor der dem Ausserrhoder Kantonsgericht. Es liegen neue Beweise vor.

Martina Brassel
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Trogen. Bei dem Brückeneinsturz in Bühler am 5. Dezember 2006 haben sechs Arbeiter Glück: Obwohl sie zum Zeitpunkt des Einsturzes am Betonieren sind, bleiben sie unverletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 100 000 Franken. Die Ausserrhoder Staatsanwaltschaft leitet nach dem Einsturz ein Verfahren ein. Der Gerüstbauer eines Subunternehmens wird wegen fahrlässiger Gefährdung durch die Verletzung der Regeln der Baukunde zu einer bedingten Geldstrafe von 9000 Franken verurteilt.

Der Bauingenieur, der die fehlerhafte Berechnung «abgesegnet» haben soll, wird ebenfalls zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Er legt Rekurs gegen den Entscheid des Verhöramtes ein. Im Februar 2008 kommt der Fall vor das Ausserrhoder Kantonsgericht. Dieses spricht den Bauingenieur frei. Die Ursache des Einsturzes kann laut dem Urteil des Ausserrhoder Kantonsgerichts nicht mehr rekonstruiert werden. Die Staatsanwaltschaft zieht den Fall weiter ans Obergericht. Im September 2008 kommt es zur zweitinstanzlichen Verhandlung. Das Obergericht hebt das Urteil des Kantonsgerichts auf und schickt die Akten zur Beweisergänzung und Neubeurteilung an die Staatsanwaltschaft zurück. Diese nimmt die Untersuchung wieder auf.

Heute Donnerstag, 31. März, muss sich der Bauingenieur erneut vor dem Ausserrhoder Kantonsgericht verantworten. In der Zwischenzeit sind weitere Zeugen einvernommen worden, zudem liegt ein neues Gutachten vor.

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