NEUBAU: Wohnen, wo man einst nicht bauen durfte

Am Ortsrand von Bütschwil wird derzeit die Überbauung «Im Hofacker» erstellt. Bis Ende 2018 entstehen insgesamt 35 Wohneinheiten in drei Mehrfamilienhäusern. Gebaut wird teilweise auf Boden, der früher zur Grünzone gehörte.

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Das erste Haus der Überbauung «Im Hofacker» in Bütschwil steht bereits im Rohbau. Dahinter, wo bis vor rund vier Jahren eine Grünzone war, werden zwei weitere Blöcke zu stehen kommen. (Bild: Anina Rütsche)

Das erste Haus der Überbauung «Im Hofacker» in Bütschwil steht bereits im Rohbau. Dahinter, wo bis vor rund vier Jahren eine Grünzone war, werden zwei weitere Blöcke zu stehen kommen. (Bild: Anina Rütsche)

In Bütschwil an der Hofackerstrasse sind vor rund acht Monaten die Baumaschinen aufgefahren. Dort, neben dem Werkhof und dem Gewerbegebiet, ent­stehen drei neue Blöcke mit insgesamt 35 Wohnungen. In Haus A, das im Rohbau bereits steht, wird es zehn Eigentumswohnungen geben. In den Häusern B und C hingegen, die derzeit erst auf ­Plänen existieren, kann später zur Miete gewohnt werden. Dies teilt Katrin Gauer von der Gauer Immo GmbH auf Anfrage mit – diese Wiler Firma ist für Beratung und Verkauf in Zusammenhang mit der Überbauung «Im Hofacker» zuständig. Katrin Gauer hebt bevor: «Das Angebot ist vielfältig, es wird Wohnungen mit zweieinhalb, mit dreieinhalb und viereinhalb Zimmern geben, alles gemäss den neusten Vorschriften.» Die Rohbaubesichtigung von Haus A, das von der ­Wilerstrasse aus bestens zu sehen ist, hat bereits im Juli stattgefunden. Katrin Gauer weist darauf hin, dass die Wohnungen diesen November bezugsbereit sind. Und sie verrät auch, dass bisher vier Reservationen für die Überbauung «Im Hofacker» eingegangen sind.

Umgezont wegen der ­Umfahrungsstrasse

Dass an diesem Ort gebaut werden kann, ist nicht selbstverständlich, wie Karl Brändle, Gemeindepräsident von Bütschwil-Ganterschwil weiss. «Das Haus A steht zwar auf Boden, der schon seit längerem zur Wohn- und Gewerbezone mit drei Vollgeschossen gehört», erklärt er. «Auf der gegenüberliegenden Strassen­seite, wo die Häuser B und C erstellt werden, befand sich aber bis vor nicht allzu langer Zeit eine Grünzone, die nicht überbaut werden durfte – eine Nichtbauzone.» Im Rahmen der Vorarbeiten für die Bütschwiler Umfahrungsstrasse habe schliesslich im Jahr 2013 eine Zonenänderung stattgefunden. Das nördlichste Drittel der ehemaligen Grünzone ist seither eine Wohn- und Gewerbezone, die übrigen zwei Drittel sind neu zur Gewerbe- und Industriezone geworden. «Erst seit vier Jahren besteht also die Möglichkeit, an dieser Stelle zu bauen», hebt der Gemeindepräsident hervor.

Wiler Firmen sind am ­Neubauprojekt beteiligt

Die Neubauten in Bütschwil werden auf einer Immobilienplattform im Internet als «elegante Mehrfamilienhäuser» angepriesen. Eine der grössten Einheiten ist, wie die Infotafel am Strassenrand verrät, eine Attikawohnung. Die Bauherrschaft für die neue Wohnüberbauung hat die A+I Architekten + Ingenieure HTL GmBH inne. Ebenfalls am Projekt beteiligt ist das Ingenieur­büro Furrer & Partner AG. Beide Firmen haben ihren Sitz in Wil. Laut Katrin Gauer von der Gauer Immo GmbH wird das letzte der drei Häuser «Im Hofacker» Ende 2018 fertiggestellt.

Anina Rütsche

anina.ruetsche@toggenburgmedien.ch