Neubau ist in Planung

Anlässlich der 5. Generalversammlung konnte RWT Regionalwerk Toggenburg AG am vergangenen Dienstag auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurückschauen.

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Der RWT-Hauptsitz in Kirchberg wird in den kommenden Jahren durch einen Neubau in Bazenheid ersetzt. (Bild: pd)

Der RWT-Hauptsitz in Kirchberg wird in den kommenden Jahren durch einen Neubau in Bazenheid ersetzt. (Bild: pd)

KIRCHBERG. Die RWT Regionalwerk Toggenburg AG lud am Dienstag, 28. April, zur 5. Hauptversammlung ins Restaurant Landhaus nach Bazenheid. In seinen einleitenden Worten wies RWT-Verwaltungsratspräsident Rudenz Egli auf den Geschäftsbericht 2014 hin. Rudenz Egli stellte fest, dass sich der eingeschlagene Weg von RWT bewährt habe und RWT als zuverlässiger und kompetenter Dienstleister bei den Infrastrukturthemen «Strom-, Wasser- und Kommunikationsversorgung» wahrgenommen werde.

Beachtlicher Unterhalt

RWT strebt weiterhin an, in sinnvollem Mass selbständig zu sein, um die häufigsten Arbeiten effizient durchzuführen und in Notfällen schnell und flexibel für sich und Dritte reagieren zu können. Sofern im Verlaufe des 2015 genügend Anschlussverträge in Bazenheid abgeschlossen werden könnten, werde die Umsetzung des «Fernwärmenetzes Bazenheid» Ende 2015 gestartet. René Rüttimann, Leiter Netze und Technik, erwähnte den beachtlichen, regelmässigen Unterhalts- und Erneuerungsbedarf von Wasser und Stromnetzen. Er rechnete vor, dass RWT im Schnitt alle vier Jahre ein Reservoir vollständig ersetzen und jährlich zwei Kilometer Hauptwasserleitungen sowie zahlreiche Hydranten, Hausanschlüsse oder Wasserpumpen erneuern müsse. Geschäftsführer Andreas Jossi hielt fest, dass ein Querverbundunternehmen wie RWT in den vergangenen Jahren in allen Tätigkeitsgebieten mit neuen und gestiegenen Herausforderungen konfrontiert war. Ein passives Aussitzen der Veränderungen oder gar ein Schritt zurück seien keine Optionen. Erfolg habe, wer sich anpasse und Chancen als solche erkenne. RWT werde sich daher auch in Zukunft proaktiv auf neue Anforderungen einstellen und sich vorbereiten. Mit Blick auf die angestrebte Energiewende stellte er fest, dass auch 2014 der Stromverbrauch im Gebiet von RWT gestiegen sei, wenn auch nur um +0,1%. Da in der gleichen Zeit in der gesamten Schweiz der Stromverbrauch wegen des milden Winters um -3,1% gesunken sei, bestätigt die Entwicklung das seit längerem überdurchschnittliche Wachstum im RWT-Versorgungsgebiet.

Anpassungen waren nötig

Reto Rüesch, Leiter Finanzen und Administration, berichtete von den Anpassungen in der Rechnungslegung, führte die Zuhörenden durch die Finanzzahlen und kommentierte das Jahresergebnis. Der Umsatz ging vor allem aufgrund der gesunkenen Energiepreise und der verlorenen Energiekunden von 19,2 Mio. Franken auf 17,1 Mio. Franken zurück. Da RWT aus dem Energiegeschäft keine Gewinne zieht, hatte der Umsatzrückgang aber keinen Einfluss auf das Betriebsergebnis. Kosteneinsparungen, der optimierte Einkauf der Energie von einem neuen Lieferanten, die Produktionserträge des KW Mühlau und die Erträge aus Dienstleistungen für andere Versorgungsunternehmen führten zu einem Jahresgewinn von 599 000 Franken gegenüber 225 000 im Vorjahr.

Im Ausblick wies Andreas Jossi auf verschiedene grosse Projekte hin, welche RWT in den kommenden Jahren begleiten werden. Die Umfahrung Bütschwil wird bis mindestens 2020 für RWT prägend bleiben. Der Neubau des Trinkwasserreservoirs Chamm soll Ende 2015 abgeschlossen werden können. Für den Neubau RWT Werkhof und Bürogebäude hätten sich 76 Architektur- und Projektierungsbüros beworben. 12 bis 15 davon werden im Verlaufe des 2015 im Rahmen eines selektiven Projektwettbewerbes Vorschläge für den RWT-Neubau erarbeiten. Das Siegerprojekt wird Ende 2015 feststehen und in den folgenden zwei bis drei Jahren ausgearbeitet und umgesetzt. (pd)

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